Solingen startet langfristige Strategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"-Modell
Andree TrubinSolingen startet langfristige Strategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"-Modell
Solingen will seinen Kampf gegen Obdachlosigkeit mit einer neuen, langfristigen Strategie verstärken. Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsbeteiligung der Stadt wird am 21. April 2026 zusammenkommen, um konkrete Maßnahmen zu beraten. Ein fraktionsübergreifender Antrag hat einen strukturierten Ansatz gefordert, um Menschen ohne Wohnraum gezielt zu unterstützen.
Aktuell leben in Solingen etwa 20 Menschen ohne Obdach. Um dem entgegenzuwirken, wird die Stadt das "Housing First"-Modell als Grundlage ihrer Obdachlosenhilfe übernehmen. Dieser Ansatz setzt darauf, betroffenen Personen zunächst eine stabile Wohnsituation zu bieten, bevor andere Herausforderungen angegangen werden.
Das landesgeförderte Programm "ProMie+ Solingen", das niedrigschwellige Gesundheits- und Beratungsangebote bereitstellt, wird dauerhaft etabliert. Präventive Maßnahmen rücken ebenfalls in den Fokus, um Obdachlosigkeit von vornherein zu verhindern.
Die Stadtverwaltung wird prüfen, wie die Zusammenarbeit zwischen bestehenden Hilfsangeboten verbessert werden kann. Ein Vorschlag sieht die Einrichtung von Koordinierungsstellen vor, um die Akteure effektiver zu vernetzen. Regelmäßige Fortschrittsberichte sollen zeigen, ob die neuen Maßnahmen Wirkung entfalten.
Ziel des Ausschusses ist es, Obdachlosigkeit in Solingen nachhaltig und aktiv zu bekämpfen. Durch den Ausbau von Unterstützungsprogrammen und eine bessere Vernetzung hofft die Stadt, die Zahl der Menschen auf der Straße zu verringern. Die ersten Schritte werden in der anstehenden Sitzung am 21. April 2026 diskutiert.






