13 March 2026, 18:21

Streit über Ramadan-Fasten an NRW-Grundschule löst mediale Debatte aus

Eine Gruppe von Menschen steht vor einer Menge, einige klatschen, mit Stühlen, Tischen, Ballons, Vorhängen und einer Wand im Hintergrund sowie Lampen an der Decke, bei der Eröffnungsfeier einer neuen Schule.

Streit über Ramadan-Fasten an NRW-Grundschule löst mediale Debatte aus

Eine Grundschule in Nordrhein-Westfalen steht nach einem Streit unter Zehnjährigen über das Ramadan-Fasten unerwartet im Mittelpunkt einer öffentlichen Debatte. Während lokale Behörden den Vorfall als typischen Kinderstreit einordnen, stilisiert die Bild-Zeitung die Auseinandersetzung zu einem kulturellen Konflikt über Religion und Migration.

Auslöser war eine Diskussion unter Schülern, ob Mitschüler während der Schulzeit Snacks essen sollten, während andere wegen des Ramadan fasteten. Die Schule reagierte mit einer Klassenratssitzung, um die Bedenken der Kinder zu besprechen. Offizielle Regeln wurden nicht eingeführt – doch die Bild titelte später, nicht-fastende Schüler seien aufgefordert worden, ihr Essen zu verstecken, um muslimische Mitschüler nicht zu verletzen.

Die Bezirksregierung Düsseldorf, zuständig für die Schule, stellte klar, dass es keine Vorgabe gebe, das Essen tagsüber einzuschränken oder zu verbergen. Auch die Schulleitung wies Spekulationen über eine Richtlinienänderung zurück und betonte, es habe sich lediglich um ein Missverständnis unter Kindern gehandelt. Die Bild nachlegend, behauptete sie in einer weiteren Schlagzeile, die Schule rudere nun von ihrer ursprünglichen Haltung zurück.

Sowohl die Schule als auch die Bezirksregierung arbeiten nun an einer besseren Kommunikation. Geplant sind weitere Gespräche mit Schülern, Eltern und Lehrkräften, um die Situation sachlich zu klären und eine Lösung zu finden.

Der Vorfall sorgt für Aufmerksamkeit, nachdem die Bild ihn als "Kulturkampf"-Debatte framte. Die Verantwortlichen halten jedoch fest, dass es sich um eine kleine Rangelei handelte – nicht um eine politische Kehrtwende. Offizielle Änderungen gibt es nicht, und die Gespräche sollen künftig ähnliche Missverständnisse vermeiden.

Quelle