Streit um Zukunft des Theater- und Konzertsaals: SG_zukunft wirft Studie Manipulation vor
Adalbert BiggenStreit um Zukunft des Theater- und Konzertsaals: SG_zukunft wirft Studie Manipulation vor
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer Szenariostudie zur Zukunft des städtischen Theater- und Konzertsaals geübt. Sie warnt vor einem Abriss des Gebäudes und stellt sowohl die Unabhängigkeit der Studie als auch die Kostenberechnungen infrage.
Am Montag sollen die Ergebnisse der Studie öffentlich präsentiert werden. Kurz darauf wird der Stadtrat darüber beraten. In den kommenden Tagen werden politische Gremien über die weitere Zukunft des Theater- und Konzertsaals entscheiden.
SG_zukunft zweifelt an der Zuverlässigkeit der Studie und verweist auf frühere Fehler bei Kostenschätzungen für öffentliche Bauprojekte. Als Beispiel nennt die Fraktion die Feuerwehrwache in Ohligs, bei der die finanziellen Prognosen deutlich danebenlagen. Zudem wirft sie der Studie vor, mit einer vorgegebenen Agenda in Auftrag gegeben worden zu sein, was ihre Neutralität untergrabe.
Auch ökologische und praktische Bedenken werden vorgebracht: So seien die grauen CO₂-Emissionen des Gebäudes sowie der unterirdische Bunker nicht ausreichend berücksichtigt worden. Zudem werde das Verkehrsaufkommen durch eine mögliche neue Feuerwehrwache am Standort problematisch.
Die Fraktion lehnt Pläne ab, das bestehende Gebäude für den Bau einer Feuerwehrwache abzureißen. Kulturelle Werte dürften nicht allein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet werden, betont SG_zukunft. Sie will eine gründlichere und transparentere Debatte über das Thema erzwingen.
Die Studienergebnisse werden am Montag veröffentlicht. Die politischen Diskussionen werden dann über die nächsten Schritte für das Theater- und Konzertgebäude entscheiden. Die Kritik von SG_zukunft dürfte die anstehenden Debatten über die Zukunft des Standorts maßgeblich prägen.
