THEAS-Theater in München steht vor einem Führungswechsel nach vier Jahren unter Claudia Timpner
Adalbert BiggenTHEAS-Theater in München steht vor einem Führungswechsel nach vier Jahren unter Claudia Timpner
THEAS-Theater in der Jakobstraße steht vor einem Führungswechsel nach über vier Jahren unter Claudia Timpner
Nach mehr als vier Jahren unter der künstlerischen Leitung von Claudia Timpner bereitet sich das THEAS-Theater in der Münchner Jakobstraße auf einen Wechsel an der Spitze vor. Die aktuelle Intendantin wird ihr Amt am 1. August 2023 an Kornelia Eng-Huniar übergeben, eine langjährige Ensemblemitglied des Hauses. Trotz des Wechsels bleibt Timpner dem Theater als Schauspielerin verbunden.
Seit den Anfängen des THEAS hat Claudia Timpner die Geschicke des Hauses geprägt und es zu einer festen Größe im Münchner Kulturleben ausgebaut. Unter ihrer Leitung finden heute jährlich rund 60 bis 70 Aufführungen statt, ergänzt durch 20 Workshops für etwa 3.500 Zuschauer:innen und 300 Teilnehmende. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Öffnung des Theaters für neue Zielgruppen – etwa durch Formate wie Bitte (Nicht) Einsteigen, das speziell für Kinder, Jugendliche und sehbehinderte Gäste konzipiert wurde.
Finanziell bleibt das Theater jedoch weiterhin eine Herausforderung: Rund ein Drittel des Budgets wird durch Sponsoren und Fördergelder gedeckt. Dennoch gelang es dem Team, ein stabiles Programm aus Vorstellungen und Kursen aufrechtzuerhalten.
Die Nachfolge übernimmt Kornelia Eng-Huniar, eine ausgebildete Opernsängerin mit 15 Jahren Erfahrung am THEAS. Die neue Intendantin bringt nicht nur Bühnenerfahrung aus ganz Europa mit, sondern unterstützte Timpner auch in organisatorischen Belangen. Der Wechsel markiert einen neuen Abschnitt für das Theater, garantiert aber gleichzeitig Kontinuität in der künstlerischen Ausrichtung.
Der Führungswechsel erfolgt in einer Phase, in der das THEAS weiterhin zwischen künstlerischem Anspruch und finanziellen Grenzen balanciert. Mit Eng-Huniar übernimmt zwar eine frische Kraft die Leitung, doch das Engagement für ein vielfältiges Publikum und die Verbindung zur Stadtgesellschaft bleiben unverändert. Durch Timpners weitere Präsenz auf der Bühne wird ihr Einfluss auch in zukünftigen Produktionen spürbar bleiben.






