19 April 2026, 02:21

Uli Hoeneß attackiert vegane Ernährung – trotz eigener Herzprobleme und Wissenschaft

Plakat mit Text, der zur bewussten Ernährung und Müllreduzierung aufruft.

Uli Hoeneß attackiert vegane Ernährung – trotz eigener Herzprobleme und Wissenschaft

Uli Hoeneß, ehemaliger Präsident des FC Bayern München und langjähriger Kritiker des Veganismus, hat sich erneut gegen pflanzliche Ernährung ausgesprochen. Seine jüngsten Äußerungen kommen zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach fleischlosen Alternativen weiter steigt. Gleichzeitig bleibt das Familienunternehmen HoWe Wurstwaren fest auf traditionelle Fleischprodukte ausgerichtet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Debatte um die pflanzliche Ernährung gewinnt seit Jahren an Fahrt – angetrieben durch gesundheitliche, ethische und ökologische Bedenken. Doch Hoeneß, der selbst mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, zeigt sich weiterhin skeptisch gegenüber diesem Trend.

Erst kürzlich lehnte Hoeneß vegane Ernährung ab und behauptete, sie führe langfristig zu gesundheitlichen Schäden. Seine Kritik reiht sich in eine Serie scharfer Ablehnung ein: In der Vergangenheit hatte er erklärt, Veganer nicht ertragen zu können, und ihnen militante Überzeugungen vorgeworfen. Diese Aussagen stehen im deutlichen Widerspruch zu wissenschaftlichen Studien, die einen hohen Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung bringen.

Besonders bemerkenswert ist seine Haltung angesichts seiner eigenen Krankengeschichte. Hoeneß litt unter Herzproblemen und Bluthochdruck – Beschwerden, die oft mit einer Ernährung reich an tierischen Produkten einhergehen. Dennoch produziert das Familienunternehmen HoWe Wurstwaren, das von seinen Kindern geführt wird, weiterhin traditionelle Wurstwaren. Tochter Sabine fungiert als persönlich haftende Gesellschafterin, während Sohn Florian die alleinige Prokura für das Unternehmen innehat.

Der Trend zur pflanzlichen Ernährung hat seit 2014 an Dynamik gewonnen, als Unternehmen wie die Rügenwalder Mühle begannen, ihr Sortiment um fleischlose Alternativen zu erweitern. Diese Entwicklung spiegelt einen breiteren Wandel wider: Immer mehr Verbraucher entscheiden sich aus Gründen der Gesundheit, des Tierschutzes und der Nachhaltigkeit für eine ausgewogene vegane oder vegetarische Ernährung. Als Reaktion auf Hoeneß' Äußerungen äußerte Harald Ullmann, stellvertretender Vorsitzender von PETA Deutschland, die Hoffnung, dass dieser seine Position noch einmal überdenken könnte. Die Organisation hat Hoeneß sogar eingeladen, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen, das Menschen beim Umstieg auf pflanzliche Ernährung unterstützt.

Hoeneß' Kritik am Veganismus steht damit sowohl im Kontrast zu wissenschaftlichen Erkenntnissen als auch zu Marktentwicklungen. Während sein Familienbetrieb weiterhin auf klassische Fleischprodukte setzt, wächst die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen ungebrochen. PETAs Einladung zur Teilnahme an Veganstart unterstreicht die anhaltende Diskussion über Ernährung, Gesundheit und ethische Entscheidungen.

Quelle