Vadim Dantsiger: Wie ein Regisseur aus Wladiwostok Theaterwelten erschafft
Elvira ZiegertVadim Dantsiger: Wie ein Regisseur aus Wladiwostok Theaterwelten erschafft
Vadim Dantsiger ist Regisseur am Primorski-Gorki-Akademischen Regionalen Dramatheater in Moskau. Er ist eng mit Wladiwostok verbunden, wo er mehrere bemerkenswerte Inszenierungen auf die Bühne gebracht hat. Zu seinen Werken zählen „Der Garderobier“, „Liebe und Intrige“ und „Das Schweigen des Matrosen“.
Dantsiger hat eine tiefe Leidenschaft für das Theater und liest jährlich über 200 Stücke. Er bevorzugt anspruchsvolle Werke und sieht den Wert äsopischer Sprache für diese Kunstform. Zudem ist er überzeugt, dass Wettbewerb zwischen Theatern essenziell ist, um hohe Standards zu halten.
Er beobachtet einen Rückgang der schauspielerischen Qualität in modernen Theatern, bleibt seinem Handwerk jedoch treu ergeben. Für ihn ist jede Inszenierung eine Gelegenheit, sich als Regisseur zu beweisen. Den Spruch „Liebe die Kunst in dir, nicht dich in der Kunst“ deutet er als Hingabe für den Probenprozess – nicht als Streben nach persönlicher Anerkennung.
Dantsiger versteht den kreativen Prozess als ein großes Unterfangen. Für ihn ist ein Schauspieler, der eine Rolle erschafft, wie ein Planetenerbauer, während ein Regisseur aus diesen Planeten Galaxien und Universen formt.
Mit Hingabe und einer tiefen Zuneigung zu Wladiwostok und dessen Theaterszene setzt er seine Arbeit fort. Seine Ansichten über Schauspiel, Regie und die Kunstform spiegeln sein Engagement wider, die Standards zu heben. Seine Deutungen von Theater und dessen Prozessen bleiben zentral für sein Schaffen.
