Verkehrssicherheit 2025 im Märkischen Kreis: Weniger Tote, aber mehr E-Scooter- und Drogenunfälle
Andree TrubinVerkehrssicherheit 2025 im Märkischen Kreis: Weniger Tote, aber mehr E-Scooter- und Drogenunfälle
Verkehrssicherheitsentwicklung im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischtes Bild
Die Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis wies im Jahr 2025 sowohl Fortschritte als auch besorgniserregende Trends auf. Zwar blieb die Gesamtzahl der Unfälle nahezu unverändert, in einigen Bereichen stiegen die Vorfälle jedoch deutlich an. Die Zahl der Verkehrstoten ging zwar zurück, doch drogenbedingte Vorfälle und E-Scooter-Unfälle nahmen stark zu.
Im gesamten Kreisgebiet wurden 2025 insgesamt 14.343 Verkehrsunfälle registriert – fast genauso viele wie im Vorjahr. Die Zahl der Todesopfer sank jedoch von 11 im Jahr 2024 auf 7 im Jahr 2025. Unter den Getöteten war auch ein 10-jähriges Mädchen aus Ihmert.
Die schweren Verletzungen gingen um 15 Prozent auf 192 Fälle zurück, während leichte Verletzungen um 6,4 Prozent auf 945 stiegen. Besonders besorgniserregend: Immer mehr Kinder verunglückten auf dem Schulweg – die Vorfälle erhöhten sich von 128 im Jahr 2024 auf 142 im Jahr 2025.
E-Scooter-Unfälle nahmen weiter zu: 2025 verletzten sich 49 Fahrer dieser Elektrokleinstfahrzeuge. Seit 2020 haben sich schwere Verletzungen im Zusammenhang mit E-Scootern von 12 auf 45 fast vervierfacht. Häufige Ursachen sind überhöhte Geschwindigkeit, Fahren auf Gehwegen und das Fehlen von Helmen. Gleichzeitig gingen Motorradunfälle auf 98 zurück, darunter drei Todesfälle.
Drogen im Straßenverkehr wurden zu einem wachsenden Problem: Die Polizei ordnete 2025 bei 1.367 Fahrern eine Blutprobe an – ein deutlicher Anstieg gegenüber 915 im Vorjahr. Zu den häufigsten Ursachen für schwere Unfälle zählten weiterhin Rasen, Vorfahrtsmissachtung und falsches Abbiegen.
Die Zahlen für 2025 zeigen, dass es auf den Straßen des Märkischen Kreises sowohl Fortschritte als auch anhaltende Risiken gibt. Weniger Tote und Schwerverletzte deuten auf Verbesserungen hin, doch der Anstieg drogenbedingter Delikte und E-Scooter-Unfälle erfordert weitere Maßnahmen. Die Behörden beobachten besonders gefährdete Bereiche wie Schulwege und Verstöße gegen Verkehrsregeln weiterhin genau.