28 March 2026, 20:22

Volker Wissing verlässt FDP nach Ampel-Koalitionsbruch und wirft Partei Kurslosigkeit vor

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa und Text.

Volker Wissing verlässt FDP nach Ampel-Koalitionsbruch und wirft Partei Kurslosigkeit vor

Volker Wissing, langjähriges Mitglied der Freien Demokratischen Partei (FDP), hat die Partei nach dem Scheitern von Bundeskanzler Olaf Scholz' Ampelkoalition verlassen. Sein Austritt fällt in eine Phase, in der die FDP auf ihrem anstehenden Parteitag im Mai einen neuen Vorsitzenden wählen wird.

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Wissing, der zuvor als Generalsekretär der Partei amtierte, kritisiert den aktuellen Kurs unter Christian Dürr und fordert mehr Klarheit über die politische Zukunft der Liberalen. Sein Rückzug aus der FDP folgt auf monatelange Spannungen innerhalb der Partei. Nach dem Zusammenbruch der Koalitionsregierung blieb er zwar im Kabinett – allerdings als Parteiloser und nicht mehr als FDP-Vertreter.

Offen äußerte Wissing Zweifel an der Strategie der Partei unter Dürrs Führung. Er wirft ihr vor, einen "libertären Kurs" einzuschlagen, der Trends hinterherläuft, statt eine klare Vision zu entwickeln. Laut Wissing habe sich die FDP nach rechts bewegt, ohne dabei Wählerstimmen zu gewinnen – was bei den Bürgern Verwirrung über den eigentlichen Zweck der Partei stifte.

Beim Führungsduell im Mai wird Dürr gegen Henning Höne um die Zukunft der FDP kämpfen. Dürr hatte zuvor betont, das "demokratische Zentrum" stärken und bis 2029 den Wiedereinzug in den Bundestag schaffen zu wollen. Kritiker verweisen jedoch auf wirtschaftliche Probleme wie Stagnation und übermäßige Bürokratie als Zeichen dafür, dass die Partei ihren Weg verloren habe.

Wissings zentrales Argument lautet, die FDP müsse eine grundlegende Frage beantworten: Welche Zukunftsperspektive bietet sie den Wählern tatsächlich? Ohne eine überzeugende Antwort, warnt er, drohe der Partei ein weiterer Niedergang.

Die Vorstandswahl im Mai wird entscheiden, ob Dürr oder Höne die FDP in die Zukunft führt. Wissings Austritt unterstreicht die tiefen Gräben innerhalb der Partei über ihre politische Identität und Ausrichtung.

Aktuell steht die FDP unter Druck, zu beweisen, dass sie sich von den jüngsten Rückschlägen erholen und die Wähler davon überzeugen kann, dass sie in der deutschen Politik noch eine Rolle spielt.

Quelle