16 April 2026, 06:19

Vom Flüchtling zum Familienvater: Habte Abrahles bewegender Neuanfang in Deutschland

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Alle Flüchtlinge sind hier willkommen" und eine Fahne, mit Fahrrädern, einem Zaun, einem Straßenschild, einem Schild, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Vom Flüchtling zum Familienvater: Habte Abrahles bewegender Neuanfang in Deutschland

Habte Abrahle floh 2015 aus Eritrea auf der Suche nach Sicherheit und kam nach Deutschland. Seine ersten Monate verbrachte er unter schwierigen Bedingungen – zunächst in einem Zelt, später in einem Frachtcontainer. Fast ein Jahrzehnt später arbeitet er heute in Festanstellung, hat eine Familie gegründet und erzählt seine Geschichte im Rahmen einer lokalen Ausstellung.

Abrahle verließ Eritrea, um dem zwangsweisen Militärdienst und den harten Lebensbedingungen zu entgehen. Seine Flucht führte ihn durch die Sahara, wo er extreme Hitze, Hunger und den Tod von Mitreisenden erlebte. In Deutschland angekommen, ließ er sich in Schildgen nieder, wo ihn Ehrenamtliche bei der Eingewöhnung und dem Deutschlernen unterstützten.

Er absolvierte einen B1-Sprachkurs, doch weitere Fortschritte blieben aufgrund von Arbeit und Familie aus. Im Laufe der Jahre arbeitete er als Bäcker und Greenkeeper. Heute hat er eine feste Stelle auf einem Golfplatz.

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Das Leben in Deutschland war nicht immer einfach. Anfangs erlebte Abrahle Rassismus, ließ sich davon aber nicht einschüchtern. Mittlerweile, so sagt er, komme es nicht mehr zu solchen Vorfällen. 2021 folgte ihm seine Frau nach sechs Jahren Trennung nach, und das Paar hat inzwischen drei Kinder.

Seine Erlebnisse sind Teil der Porträtausstellung "Angekommen" im "Himmel un Ääd", die noch bis zum 6. Dezember zu sehen ist. Eine Veranstaltung am 28. November unter dem Titel "Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen" wird zudem Geschichten wie die seine vorstellen.

Abrahles Weg von Eritrea in ein stabiles Leben in Deutschland steht für Kampf und Durchhaltevermögen. Seine Geschichte, die nun in einer öffentlichen Ausstellung gezeigt wird, gibt Einblicke in das Leben von Geflüchteten, die sich eine neue Zukunft aufbauen. Die anstehende Veranstaltung und die laufende Ausstellung sollen das Verständnis in der lokalen Gemeinschaft fördern.

Quelle