05 April 2026, 00:23

Watzke will BVB-Präsident werden – nach 20 Jahren als Vorstandschef

Mannlicher Athlet posiert für ein Foto mit sichtbaren Sponsorenlogos auf seinem Hemd.

Watzke vor der Wahl: "Dinge, die mir schwer auf der Seele lagen" - Watzke will BVB-Präsident werden – nach 20 Jahren als Vorstandschef

Hans-Joachim Watzke kandidiert für das Amt des BVB-Präsidenten – nach zwei Jahrzehnten als Vorstandschef

Nach 20 Jahren als Geschäftsführer von Borussia Dortmund bewirbt sich Hans-Joachim Watzke nun um das Präsidentenamt. Seine Kandidatur fällt in eine unruhige Phase, geprägt von Streitigkeiten um Sponsorenverträge und frühere Missbrauchsvorwürfe. Der langjährige Manager steht nun vor der Aufgabe, den Verein nach monatelangen internen Spannungen zu einen.

Watzkes Bewerbung um die Präsidentschaft erfolgt, nachdem der amtierende Präsident Reinhold Lunow seine Pläne für eine Wiederwahl zurückgezogen hat. Lunow, der zunächst erneut antreten wollte, trat zur Seite und vermied so mögliche Konflikte. Watzke hat deutlich gemacht, dass er keinen Machtkampf um das Amt dulden werde.

Die vergangenen Monate haben die Vereinsführung auf eine harte Probe gestellt. Watzke bezeichnete die letzten sechs Monate als persönlich schwierig, belastet durch mehrere Konflikte. Dazu zählte die Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen gegen einen ehemaligen BVB-Mitarbeiter aus den 1990er-Jahren. Obwohl keine Details öffentlich wurden, wies Watzke Kritik zurück und betonte, die Angelegenheit sei geklärt – schließlich sei die betreffende Person in den Ältestenrat wiedergewählt und später vom Verein beschäftigt worden.

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Ein weiterer Streitpunkt war der umstrittene Sponsoringvertrag mit Rheinmetall. Die Mitglieder stimmten auf der Jahresversammlung 2024 gegen eine Verlängerung, doch Watzke verteidigte die Vereinbarung und betonte, sie sei nicht einseitig getroffen worden. Nun plant er, die Frage 2026 erneut zur Abstimmung zu stellen – mit dem Ziel, eine klare Mehrheitsentscheidung herbeizuführen.

Trotz der Spannungen haben Watzke und Lunow miteinander gesprochen und arbeiten an einer Versöhnung. Der scheidende Vorstandschef bleibt darauf fokussiert, die Präsidentschaft zu gewinnen und die Zukunft des Vereins zu stabilisieren.

Watzkes Wahlkampf wird davon abhängen, wie er mit den vergangenen Kontroversen umgeht und das Vertrauen der Mitglieder zurückgewinnt. Die Rheinmetall-Affäre und die Missbrauchsvorwürfe werden voraussichtlich zentrale Themen bleiben. Sein Erfolg bei der Einigung des Vereins könnte die Führung des BVB für die kommenden Jahre prägen.

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