20 April 2026, 18:20

Wie die Dresdner Obergraben-Presse aus einer alten Presse Kunstgeschichte schrieb

Ein detailliertes Zeichnung eines Schlosshof-Gebäudes in Dresden, Deutschland, mit zahlreichen Fenstern und Statuen, skizziert auf einem Blatt Papier mit sichtbarem Text.

Wie die Dresdner Obergraben-Presse aus einer alten Presse Kunstgeschichte schrieb

In den 1970er-Jahren schloss sich in Dresden eine Gruppe von Künstlern zusammen, um etwas Neues zu schaffen. Aus ihrem Engagement entstand die Dresdner Obergraben-Presse – ein Ort für Druck, Verlagswesen und Ausstellungen. Das Projekt begann mit einer Mischung aus Ehrgeiz, handwerklichem Können und einer restaurierten italienischen Druckerpresse aus dem Jahr 1908.

Die Geschichte nahm ihren Lauf mit Peter Herrmann, dem Besitzer der alten italienischen Presse. Bernhard Theilmann restaurierte die Maschine sorgfältig und gab ihr so ein zweites Leben. Zur gleichen Zeit entwickelte der Künstler A.R. Penck in seiner Theorie Vom Untergrund zum Obergrund neue Ideen. 1971 gehörte er zudem zu den Mitbegründern der Künstlergruppe Lücke, die sich jedoch fünf Jahre später wieder auflöste.

Bis 1976 hatten sich Eberhard Göschel und Peter Herrmann der Arbeitsgruppe im Dresdner Leonhardi-Museum angeschlossen. Zwei Jahre später bezog Göschel ein größeres Atelier. Seine alte Dreizimmerwohnung wurde zum Experimentierfeld für kreative Projekte.

Jochen Lorenz, ein versierter Drucker, suchte nach mehr als bloßer Routinearbeit. Die ständige Produktion von Fahrplänen für die Staatsbahn hatte ihn nicht mehr erfüllt – er sehnte sich nach künstlerisch anspruchsvolleren Aufgaben. Diese Suche nach Sinnhaftigkeit prägte mit, was später zur Obergraben-Presse werden sollte: ein Ort, an dem Kunst, Handwerk und Zusammenarbeit verschmolzen.

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Die Dresdner Obergraben-Presse entstand aus einer Verbindung von restaurierten Maschinen, künstlerischen Theorien und dem gemeinsamen Willen zum Experiment. Der Raum entwickelte sich zu einem Zentrum für Druckkunst, Verlagstätigkeit und Ausstellungen – und schrieb damit ein neues Kapitel für Künstler und Drucker in der Stadt.

Quelle