Wie ein Daumen-Zeichen weltweit ganz unterschiedliche Botschaften sendet
Elvira ZiegertWie ein Daumen-Zeichen weltweit ganz unterschiedliche Botschaften sendet
Eine einfache Handgeste – der Kreis aus Daumen und Zeigefinger – hat weltweit ganz unterschiedliche Bedeutungen. Oft als „OK-Zeichen“ bezeichnet, kann sie Zustimmung, Frieden oder sogar finanziellen Erfolg symbolisieren. Doch ihre Deutung hängt stark davon ab, wo und wie sie eingesetzt wird.
In den meisten westlichen Ländern steht die Geste für Übereinstimmung oder Lob. Taucher nutzen sie unter Wasser, um zu signalisieren, dass alles in Ordnung ist. Manche setzen sie auch in Bars ein, um Getränke zu bestellen, oder auf Fotos, um Freude auszudrücken – ähnlich wie ein Emoji.
In Ostasien taucht dasselbe Zeichen häufig auf Bildern auf, um Schüchternheit oder Verlegenheit auszudrücken. Anime- und Manga-Fans kennen es als Symbol der Positivität, manchmal bilden sie mit beiden Händen sogar ein Herz, um Botschaften wie „Alles ist gut“ oder finanziellen Erfolg zu vermitteln.
Doch die Geste wurde auch missbraucht. Extremistische Gruppen, darunter rechtsextreme Kreise, haben sie für umstrittene Zwecke vereinnahmt. In Deutschland kann allein das Heben des Zeigefingers bereits Missfallen ausdrücken – besonders in Zusammenhang mit Geld oder formellen Angelegenheiten.
Eine weitere verbreitete Geste mit zwei Fingern – die erhobenen Zeigefinger – ist weltweit als „Sieg“- oder „Friedenszeichen“ bekannt. Diese Variante bleibt im Westen eng mit Triumph verbunden, auch wenn ihre Bedeutung je nach kulturellem Kontext variieren kann.
Das „OK-Zeichen“ bleibt eine der vielseitigsten Handgesten der Welt. Seine Deutung reicht von Zustimmung und Frieden bis hin zu komplexeren oder sogar negativen Assoziationen. Entscheidend für das richtige Verständnis ist stets der Kontext.






