Wiesbadens Kürbissuppenfest: Kunst, Suppe und ein ungewöhnliches Festmotto
Andree TrubinWiesbadens Kürbissuppenfest: Kunst, Suppe und ein ungewöhnliches Festmotto
Kleines, aber lebendiges Publikum beim Wiesbadener Kürbissuppenfest
Am Samstagmorgen versammelte sich in Wiesbaden eine kleine, aber lebhafte Gruppe zum jährlichen Kürbissuppenfest. Rund zwei Dutzend Besucher kamen zusammen, um saisonale Gerichte, Musik und eine ungewöhnliche interaktive Skulptur zu genießen. Die Veranstaltung verband kulinarischen Genuss, Kunst und Gemeinschaft zu einem Fest für das beliebteste Herbstgemüse.
Im Mittelpunkt stand eine auffällige Kürbisskulptur, die bereits 2004 entstand. Ursprünglich auf dem Gelände der Dern'schen Anlage platziert, wurde sie später auf Wunsch der Anwohner an ihren heutigen Standort neben dem Wochenmarkt verlegt – ein Ort mit besserer Erreichbarkeit. Das Kunstwerk spielt mit dem Spannungsfeld zwischen wildem Pflanzenwuchs und gezielter künstlerischer Formgebung und verleiht dem Fest eine besondere visuelle Note.
Doch die Gäste mussten sich ihre Suppe erst verdienen. Ganz im Sinne des Festmottos "Geben und Nehmen" erhielt nur, wer die "Ode an den Kürbis" anstimmte, eine Schale. Auf der Speisekarte standen feine Gerichte aus Hokkaido-Kürbissen ebenso wie meterhohe Zierkürbisse – alles mit sorgfältiger Würzung zubereitet.
Die Veranstaltung ist ein seltenes Konzept in Wiesbaden: Kein anderes dokumentiertes Projekt der Stadt verbindet interaktive Kunst, saisonales Pflanzenwachstum und kulinarische oder musikalische Mitmachaktionen. Die Organisatoren beschrieben das Fest als Begegnungsort für alle Altersgruppen, Hintergründe und Geschmäcker – und damit als eine ganz eigene lokale Tradition.
Leise, aber unvergesslich endete das Kürbissuppenfest als herbstliches Gemeinschaftserlebnis. Die Besucher gingen mit gefüllten Schalen, gemeinsamen Liedern und einem neuen Blick auf die sich wandelnde Skulptur nach Hause. Für alle Beteiligten war es eine Mischung aus Kreativität, Genuss und Gemeinschaftsgeist.






