25 April 2026, 18:20

Zählfehler im Bergisch Gladbacher Stadtrat löst politische Krise aus

Detailierte alte Karte von Weimar, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text über die Bevölkerung und Merkmale der Stadt.

Zählfehler im Bergisch Gladbacher Stadtrat löst politische Krise aus

Ein Zählfehler bei der Stimmenauswertung im Stadtrat von Bergisch Gladbach hat politische Unruhen ausgelöst. Der Fehler betraf eine einzelne Stimme bei der jüngsten Haushaltsentscheidung und führte zu einer hitzigen öffentlichen Debatte. Die Beamten korrigierten die Auszählung später, doch die Spannungen bleiben hoch.

Die Stadtverwaltung entdeckte die Abweichung bei der Überprüfung des Sitzungsprotokolls. Die mündliche Bekanntgabe hatte den Haushaltsantrag der CDU mit 37 zu 31 Stimmen als angenommen erklärt. Das offizielle Protokoll zeigte jedoch ein Ergebnis von 38 zu 31.

Der Fehler kam ans Licht, als Mitarbeiter die schriftlichen Stimmabgaben gegencheckten. Die Mehrheit der CDU beruhte dabei nicht auf der Unterstützung der AfD – entgegen erster Vermutungen. Eine Kombination aus 29 CDU-Stimmen, zwei Stimmen der Bürgerpartei und einer Stimme eines Unabhängigen hätte das Ergebnis gesichert – vorausgesetzt, alle AfD-Mitglieder hätten sich der Stimme enthalten.

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Die falsche Bekanntgabe löste sofortige Kritik aus. Die Medienberichterstattung und öffentliche Diskussionen verschärften sich, was die politischen Gräben vertiefte. Die CDU betonte seitdem, dass ein korrekter Antrag nicht an Gültigkeit verliere, nur weil umstrittene Gruppen ihn unterstützen.

Parteiführungen warnten zudem davor, demokratische Prozesse durch Wahlbündnisse einschüchtern zu lassen. Sie bekräftigten ihre Weigerung, mit der AfD zusammenzuarbeiten – auch wenn deren Stimmen diesmal nicht ausschlaggebend waren. Das korrigierte Ergebnis wird in der nächsten Ratssitzung offiziell bekannt gegeben.

Die überarbeitete Auszählung bestätigt, dass der Haushaltsplan der CDU mit 38 zu 31 Stimmen angenommen wurde. Die Korrektur soll die Streitigkeiten beilegen, doch die Angelegenheit hat bereits Spuren in der lokalen Politik hinterlassen. Nun steht die Verwaltung vor der Aufgabe, das Vertrauen in die Verfahren des Stadtrats wiederherzustellen.

Quelle