Cyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – IT-Systeme seit Montag offline
Adalbert BiggenCyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – IT-Systeme seit Montag offline
Stadtwerke Detmold von schwerem Cyberangriff getroffen – Systeme seit Montag offline
Die Stadtwerke Detmold sind Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden, durch den ihre Systeme seit Montag lahmgelegt sind. Der Vorfall hat Online-Dienste, Telefonleitungen und E-Mail-Kommunikation für mehr als 24 Stunden unterbrochen. Die Behörden bestätigten jedoch, dass die Versorgung mit Wasser, Strom und Wärme nicht beeinträchtigt sei.
Der Angriff begann am Montag, dem 30. März 2026, und legte die IT-Infrastruktur des Versorgers lahm. Bis Dienstagmorgen zeigte die Unternehmenswebsite eine Meldung über einen großflächigen Ausfall. Kunden, die versucht haben, Zählerstände zu übermitteln oder den Support zu kontaktieren, fanden die Dienste nicht erreichbar vor. Auch die Telefonleitungen – einschließlich des Kundenservicezentrums – blieben außer Betrieb.
E-Mails an das Unternehmen werden seit über zwölf Stunden mit Fehlermeldungen wie "Host- oder Domainname nicht gefunden" zurückgewiesen. Ermittlungen förderten verwundbare Systeme zutage, darunter veraltete PHP-Skripte aus dem Jahr 2013 und ein Windows Server 2003 R2. Einige Server betrieben zudem ungesicherte SMB-Dienste, und ein Synology-NAS-Gerät war über das Internet zugänglich.
Die Landespolizei (LKA) wurde informiert und untersucht den Sicherheitsvorfall. Stadt und Behörden haben die betroffenen Systeme isoliert und IT-Forensiker hinzugezogen, um das Ausmaß der Schäden zu analysieren. Parallel wird schrittweise an der Wiederherstellung der Dienste gearbeitet. Bis dahin wurde die Bevölkerung aufgefordert, wo möglich Energie zu sparen.
Der Vorfall folgt auf einen ähnlichen Angriff vergangene Woche auf das Hamburger Miniatur Wunderland, bei dem Kundendaten wie Kreditkarteninformationen gestohlen wurden.
Der Cyberangriff hat Schwachstellen in der IT-Infrastruktur der Stadtwerke Detmold offenbart, wobei veraltete Software und ungeschützte Dienste den Angriff begünstigt haben. Zwar bleibt die Grundversorgung gesichert, doch das Unternehmen arbeitet weiterhin an der vollständigen Wiederherstellung des Betriebs. Ob Kundendaten kompromittiert wurden, steht noch nicht fest.






