Deutsche Helfer bringen 54 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine trotz Grenzstau
Jolanta MeyerDeutsche Helfer bringen 54 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine trotz Grenzstau
Freiwillige der deutschen Hilfsorganisationen Humanitäre Hilfe Bergisch Gladbach und Humanitäre Hilfe Overath haben ihre 16. Hilfsmission in die Ukraine erfolgreich abgeschlossen. Nach langem Warten an der polnischen Grenze brachte das Team über 54 Tonnen dringend benötigte Hilfsgüter in die Stadt Chmelnyzkyj. Vor Ort halfen lokale Freiwillige und die Polizei bei der Verteilung der Lieferung, die kurz nach der Ankunft begann.
Acht ehrenamtliche Fahrer hatten die Spenden transportiert, darunter Konserven, warme Winterkleidung, Holzöfen, Spielzeug sowie Säcke mit Mehl, Zucker und Salz. Bevor der Konvoi die ukrainische Grenze erreichte, musste er aufgrund strenger Kontrollen 16 Stunden am polnisch-ukrainischen Grenzübergang warten.
In Chmelnyzkyj unterstützten Freiwillige einer katholischen Kirchengemeinde beim Entladen der Lkw. Anschließend wurden die Hilfsgüter mit Hilfe der örtlichen Polizei an Bedürftige verteilt.
Der anhaltende Krieg hinterlässt tiefe Wunden. Oleksander Chalsym, Leiter eines Traumazentrums in der Stadt, warnte, dass die psychologischen Folgen noch Generationen prägen werden. Die Psychologin Olena Lebedjewa leitet mittlerweile eine Selbsthilfegruppe für Frauen, die im Konflikt ihre Ehemänner verloren haben. Jeden Morgen um 9 Uhr gedachten die Ukrainerinnen und Ukrainer mit einer Schweigeminute der Opfer des Krieges.
Ein weiterer Hilfskonvoi, darunter auch ein Krankenwagen, soll im November in die Ukraine aufbrechen. Die jüngste Lieferung war bereits die 16. Mission der deutschen Freiwilligengruppen. Die Hilfsgüter erreichten Familien in Chmelnyzkyj dank der Unterstützung lokaler Organisationen und Behörden. Die Vorbereitungen für den nächsten Konvoi, der für November geplant ist, laufen bereits auf Hochtouren.






