Düsseldorf startet mit ersten vollelektrischen Müllfahrzeugen Deutschlands
Andree TrubinDüsseldorf startet mit ersten vollelektrischen Müllfahrzeugen Deutschlands
Düsseldorf führt als erste deutsche Stadt vollelektrische Müllfahrzeuge ein
Seit Dezember 2025 setzt Düsseldorf als erste deutsche Stadt vollständig elektrisch betriebene Müllsammelfahrzeuge ein. Zwei Modelle des Typs Renault Trucks E-Tech D Wide ersetzen ältere Diesel-Fahrzeuge und sind Teil der städtischen Bemühungen, Emissionen zu reduzieren und die Lärmbelastung für Anwohner zu verringern.
Die neuen E-Fahrzeuge wurden von der Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH (ZWD), dem für die Abfallwirtschaft zuständigen kommunalen Unternehmen, beschafft. Die Kosten belaufen sich auf rund eine Million Euro, wobei 550.000 Euro aus dem städtischen Klimaschutzhaushalt stammen. Beide Fahrzeuge verfügen über niedrige Einstiege und Bustüren, was die Arbeit für die Müllwerker erleichtert.
Seit ihrem Einsatz kommen die E-Lkw in sechs Stadtbezirken zum Einsatz. Wöchentlich leeren sie etwa 16.400 blaue Altpapiertonnen und sammeln so Papierabfälle sowie andere recycelbare Materialien. Allein 2025 wurden auf diese Weise in Düsseldorf fast 5.500 Tonnen Altpapier eingesammelt.
Die elektrischen Müllfahrzeuge stoßen vor Ort keine Schadstoffe aus und fahren nahezu geräuschlos. Dadurch verringert sich die Lärmbelästigung für die Bevölkerung, insbesondere bei den frühen Morgentouren. Die Stadt rechnet damit, durch die Umstellung jährlich rund 60 Tonnen CO₂ einzusparen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2035.
Bisher hat keine andere deutsche Stadt vergleichbare vollelektrische Müllfahrzeuge eingeführt. Das Düsseldorfer Projekt bleibt seit 2025 die einzige dokumentierte Initiative dieser Art.
Die neue Flotte zeigt sich bereits jetzt effizient im stop-and-go-Stadtverkehr. Dank geringerer Betriebskosten und null Abgasemissionen bieten die E-Lkw sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile. Die Stadt plant, ihre Leistung im Rahmen der langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie weiter zu überwachen.






