FDP warnt vor 50-Millionen-Defizit in Bergisch Gladbach bis 2030
Die FDP in Bergisch Gladbach hat Alarm wegen der steigenden Personalkosten und der angespannten Haushaltslage der Stadt geschlagen. Mitglieder der Partei werfen vor, dass politische Streitigkeiten dringend notwendige Reformen blockieren. Ohne Gegenmaßnahmen drohe der Stadt bis 2030 ein jährliches Defizit von rund 50 Millionen Euro, warnen sie.
Der Stadtrat und FDP-Politiker Dr. Alexander Engel kritisiert, dass linke Parteien konservative und liberale Vorschläge systematisch ablehnten. Diese mangelnde Kooperationsbereitschaft verhindere unverzichtbare Veränderungen, so Engel. Zwar anerkennt die FDP die Leistung der städtischen Beschäftigten, betont jedoch, dass strukturelle Anpassungen längst überfällig seien.
Besonders problematisch sei der Anstieg der Planstellen um 40 Prozent in den vergangenen Jahren, heißt es seitens der Partei. Die geplante Obergrenze für Personalkosten wird als entscheidender Schritt zur Modernisierung der Verwaltung gesehen. Die FDP-Stadträtin Dorothee Wasmuth fordert, die Debatten müssten sich stärker an inhaltlichen Lösungen statt an politischen Lagerdenken orientieren.
Kritik übt die FDP zudem an der andauernden Diskussion über eine "Brandmauer" zwischen den Parteien, die von den eigentlichen Problemen ablenke. Die Partei drängt den Oberbürgermeister, die Personalkostenobergrenze umgehend umzusetzen – weitere Verzögerungen seien nicht hinnehmbar.
Hintergrund der Reformforderungen ist die anhaltende Haushaltsnot in Bergisch Gladbach: Bis 2030 droht ein jährliches Minus von 50 Millionen Euro, falls die Ausgaben nicht begrenzt werden. Die FDP pocht darauf, dass nur schnelle Maßnahmen bei den Personalkosten die städtischen Finanzen stabilisieren können.






