27 April 2026, 10:22

Festnahmen in Gladbeck: Fünf Männer ohne Papiere auf Baustelle entdeckt

Schwarz-weiß-Fotografie einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisengießerei, die erste Fabrik Deutschlands" unten.

Festnahmen in Gladbeck: Fünf Männer ohne Papiere auf Baustelle entdeckt

Fünf Männer wurden in Gladbeck vorläufig festgenommen, nachdem sie ohne gültige Papiere beschäftigt wurden. Die Entdeckung erfolgte bei einer gemeinsamen Kontrolle der Dortmunder Zollbehörde und des örtlichen Ausländeramts am 22. Oktober 2025. Die Behörden prüfen nun mögliche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht.

Ziel der Überprüfung war eine Baustelle für Glasfaserinstallationen, auf der vier usbekische und ein turkmenischer Staatsbürger beschäftigt waren. Keiner der Männer konnte ein gültiges Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis vorweisen, woraufhin sie in Gewahrsam genommen wurden. Mittlerweile wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt eingeleitet.

Einer der usbekischen Arbeiter war bereits zuvor wegen unerlaubten Aufenthalts in Deutschland aktenkundig geworden. Nach deutschem Recht benötigen usbekische und turkmenische Staatsbürger für ein Leben und Arbeiten im Land ein gültiges Visum oder eine Einreiseerlaubnis.

Der in Polen ansässige Arbeitgeber steht im Verdacht, gegen das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) und das Mindestlohngesetz (MiLoG) verstoßen zu haben. Bei einer Verurteilung drohen dem Unternehmen Bußgelder von bis zu 500.000 Euro. Strafen über 2.500 Euro können zudem zu einem vorübergehenden Ausschluss von öffentlichen Aufträgen führen. Selbst geringere Bußgelder ab 200 Euro werden im Gewerbezentralregister eingetragen.

Die Ermittlungen zur Entsendung der Arbeiter und zur Einhaltung der Arbeitsvorschriften dauern an.

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Der Fall unterstreicht die strenge Durchsetzung von Einwanderungs- und Arbeitsgesetzen in Deutschland. Unternehmen, die gegen diese Regelungen verstoßen, riskieren hohe Geldstrafen und den Ausschluss von öffentlichen Ausschreibungen. Die Behörden überwachen die Einhaltung besonders in Branchen, die auf entsandte Arbeitskräfte angewiesen sind.

Quelle