23 June 2026, 22:13

Forschung zeigt: Wie 15-Minuten-Städte den Güterverkehr revolutionieren könnten

Klimaschutz: Kann das 15-Minuten-Stadt-Konzept umgesetzt werden?

Forschung zeigt: Wie 15-Minuten-Städte den Güterverkehr revolutionieren könnten

Neues Forschungsprojekt untersucht, wie das Konzept der 15-Minuten-Stadt den urbanen Güterverkehr verändern könnte

Ein neues Forschungsvorhaben erforscht, wie das Modell der 15-Minuten-Stadt den Güterverkehr in Städten prägen könnte. Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal zielt die Initiative POTUS darauf ab, zu verstehen, wo und warum Lieferverkehr in solchen urbanen Strukturen besonders stark zunimmt. Die Studie soll kritische Datenlücken schließen, die derzeit eine effektive Verkehrsplanung erschweren.

Das Konzept der 15-Minuten-Stadt fördert ein städtisches Leben, in dem sich die Bewohnenden zu Fuß oder mit dem Fahrrad mit allen alltäglichen Bedürfnissen versorgen können. Dieser Ansatz soll das Stadtleben praktischer und umweltfreundlicher gestalten. Doch der Wandel wirft Fragen auf: Wie wird sich der Güterverkehr an diese kompakten, autarken Nachbarschaften anpassen?

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Das POTUS-Projekt, koordiniert vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Universität Wuppertal, geht diesen Herausforderungen nach. Im Fokus steht, wie lokale Faktoren – etwa eine hohe Dichte junger Einwohnerinnen und Einwohner – die Nachfrage nach Lieferdiensten beeinflussen. Zudem untersucht das Team, wie Daten aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichbar gemacht werden können, um die Güterverkehrsplanung zu verbessern.

Ein internationales Konsortium unterstützt die Forschung, mit Partnern aus Österreich, Schweden, Frankreich, Italien sowie deutschen Städten wie Düsseldorf und Wiesbaden. Marian Schlott, Mitglied des Projektteams, betont, dass die bestehenden Datenlücken eine effiziente Verkehrsplanung bisher erschweren. Regelmäßige Erhebungen sollen helfen, nachhaltige Strategien für den urbanen Güterverkehr zu entwickeln.

Das Projekt wird mit rund 1,4 Millionen Euro gefördert, finanziert durch das europäische Programm Driving Urban Transitions sowie nationale Mittel. Die Ergebnisse könnten künftige Stadtentwicklungen maßgeblich beeinflussen, indem sie zeigen, wie sich der Güterverkehr in 15-Minuten-Städten verhält. Präzisere Daten ermöglichen es Planenden, bessere Verkehrslösungen zu konzipieren. Langfristig sollen die Erkenntnisse zu einer nachhaltigeren und effizienteren urbanen Logistik in ganz Europa beitragen.

Quelle