27 April 2026, 18:20

Fußballgewalt 2024/25: Mehr Pyrotechnik, weniger Verletzte – ein zwiespältiger Trend

Schwarz-weißes Bild eines Fußballspielers, der auf dem Boden liegt und von einer Gruppe Männer umgeben ist, mit einer Zuschauermenge im Hintergrund eines Stadions.

Fußballgewalt 2024/25: Mehr Pyrotechnik, weniger Verletzte – ein zwiespältiger Trend

Fußballbedingte Gewalt und Ausschreitungen zeigten im Spieljahr 2024/2025 gemischte Entwicklungen. Während die Zahl der Verletzungen bei Spielen zurückging, stiegen gewaltbereite Fans und Vorfälle mit Pyrotechnik deutlich an. Die Behörden verzeichneten sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen bei der Gewährleistung der Stadion Sicherheit.

Auch die Zuschauerzahlen stiegen: Fast 33 Millionen Fans besuchten die Spiele in allen Wettbewerben – ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) wertete 1.170 Partien in den drei höchsten Bundesliga-Ligen sowie 1.513 Spiele in den Regionalklassen aus. Die Ergebnisse offenbarten einen besorgniserregenden Anstieg gewalttätigen Verhaltens: Die Zahl der gewaltbereiten oder aktiv gewaltsuchenden Personen stieg um 280 auf rund 18.000.

Der Missbrauch von Pyrotechnik nahm um 73 Prozent zu – von 2.766 auf 4.783 registrierte Verstöße. Dennoch gingen Delikte nach dem Sprengstoffgesetz (SprengG) von 721 auf 468 zurück. Einer der schwerwiegendsten Vorfälle ereignete sich im Oktober 2024, als etwa 100 mutmaßlich gewaltbereite Täter aus Rostock einen Sonderzug aus Essen attackierten.

Bei den Verletztenzahlen ergab sich ein uneinheitliches Bild: In den drei höchsten Ligen verletzten sich 1.107 Personen – ein Rückgang um 17,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders gefährdet blieben Unbeteiligte: 624 von ihnen wurden 2024/25 verletzt. Dagegen nahmen Verletzungen bei Polizeibeamten und Ordnern ab.

Der Arbeitsaufwand der Polizei verringerte sich um fast 8,8 Prozent, blieb aber insgesamt hoch. Strafverfahren im Zusammenhang mit Ligaspielen und dem DFB-Pokal gingen um 22 Prozent zurück; in der Saison wurden 5.197 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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Die Saison zeigte sowohl Fortschritte als auch anhaltende Probleme in der Fußballsicherheit. Weniger Verletzungen und Strafverfahren deuten auf erste Erfolge hin, doch die steigende Zahl gewaltbereiter Fans und Pyrotechnik-Vorfälle unterstreichen die fortbestehenden Risiken. Während die Zuschauerzahlen wachsen, arbeiten die Behörden weiterhin an Lösungen, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

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