Grenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt zeigt europäische Solidarität in Aktion
Elvira ZiegertGrenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt zeigt europäische Solidarität in Aktion
Großübung in Gangelt: Deutschland, Niederlande und Belgien proben Katastropheneinsatz
Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine großangelegte Notfallübung statt. Rettungskräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien arbeiteten Hand in Hand, um eine simulierte Katastrophe zu bewältigen. Im Mittelpunkt stand die Erprobung der länderübergreifenden Zusammenarbeit in Krisensituationen.
Das Szenario sah vor, dass ein Lastwagen mit Gefahrgut nach einer Kollision mit einem Reisebus und mehreren Pkw giftige Substanzen verliert. Dutzende vermutete Verletzte wurden im Rahmen der Massenanfallübung versorgt. Niederländische Einheiten in spezieller Schutzkleidung übernahmen die Eindämmung des austretenden Gefahrstoffs.
Mehr als 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio waren an der Übung beteiligt. Drohnen lieferten aus der Luft Echtzeitdaten zur Lage an der Unfallstelle. Die Kreisstraße 13, die zugleich als Ortsumgehung von Gangelt dient, blieb für die Dauer der Übung gesperrt und wurde erst am späten Samstagabend wieder freigegeben.
Die Veranstalter zogen anschließend eine positive Bilanz: Trotz unterschiedlicher Gesetze und Notfallsysteme in Deutschland, Belgien und den Niederlanden funktionierte die Zusammenarbeit reibungslos. Vergleichbare grenzüberschreitende Übungen gab es in den vergangenen Jahren mit Österreich (2022), der Schweiz (2024) und Dänemark (2025).
Die Übung unterstrich die Bedeutung einer abgestimmten grenzüberschreitenden Koordination bei Großschadenslagen. Die Teams der drei Länder zeigten, dass sie trotz unterschiedlicher Abläufe effektiv handeln können. Die Kreisstraße 13 ist inzwischen wieder uneingeschränkt befahrbar.






