Großbrand in Herdecker Produktionshalle erfordert stundenlangen Feuerwehr-Großeinsatz
Andree TrubinGroßbrand in Herdecker Produktionshalle erfordert stundenlangen Feuerwehr-Großeinsatz
Großbrand in Produktionsanlage von Ewald Dörken AG in Herdecke
Am Freitagabend brach in der Produktionsstätte der Ewald Dörken AG an der Wetterstraße in Herdecke ein Feuer aus. Die Feuerwehr Herdecke erhielt gegen 20:07 Uhr den Alarm und rückte umgehend mit Kräften an.
Die ersten Löschfahrzeuge trafen bereits nach fünf Minuten ein. Vor Ort stellten sie fest, dass die Halle bereits evakuiert war, während dichter Rauch das Gebäude füllte – ausgelöst durch einen Kunststoffbrand in einem Ofen. Die Flammen breiteten sich über das Lüftungssystem aus und traten über einen Kamin nach außen, was zu einer Geruchsbelästigung in der Umgebung führte. Die Behörden warnten die Bevölkerung vor den Ausdünstungen.
Es folgte ein Großeinsatz mit neun Feuerwehrwachen und über 20 Teams, die mit Atemschutzgeräten ausgerüstet waren. Der initiale Alarm löste zudem die Brandmeldeanlage im nahegelegenen Millöckerweg aus, woraufhin weitere Kräfte der Feuerwehr Wetter (Ruhr) hinzukamen. Trotz des schnellen Eingreifens gestaltete sich die Brandbekämpfung aufgrund der komplexen Gebäudestruktur und der Ausbreitung des Feuers schwierig.
Um 00:24 Uhr konnte das Feuer zunächst unter Kontrolle gebracht werden. Gegen 22:10 Uhr flammte es jedoch erneut auf, sodass zusätzliche Verstärkung – darunter die Leitstelle des Ennepe-Ruhr-Kreises – angefordert werden musste. Erst um 02:30 Uhr gab der Einsatzleiter Entwarnung und erklärte den Brand für gelöscht. Die Entwarnung für die Geruchsbelästigung erfolgte über die NINA-App gegen 1:19 Uhr.
Mit über 132 Einsatzkräften vor Ort wurden die Produktionsanlage und das Rohrleitungssystem vorsichtig wieder freigegeben. Die Feuerwehr Herdecke übergab die Einsatzstelle später an die Polizei, die nun die Brandursache ermittelt.
Der Brand bei der Ewald Dörken AG erforderte einen großangelegten Notfalleinsatz. Bis zum frühen Samstagmorgen war der Vorfall unter Kontrolle, und die Bevölkerung wurde informiert, sobald die Geruchsbelästigung abgeklungen war. Die Behörden untersuchen derzeit die genauen Ursachen des Feuers.
