19 March 2026, 12:22

Grüne Senioren wehren sich gegen Bus-Sperrung in Solingens Lennestraße

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer Stadtstraße mit Fahrzeugen, Fußgängern auf einer Brücke, Laternen, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Grüne Senioren wehren sich gegen Bus-Sperrung in Solingens Lennestraße

Die Debatte um den Ohligser City-Ring in Solingen hat an Schärfe gewonnen, nachdem sich die Grünen Senioren für die Beibehaltung der Busanbindung in der Lennestraße ausgesprochen haben. Sie argumentieren, dass eine Sperrung der Straße für Busse eine wichtige Haltestelle beseitigen und ältere Bewohner:innen unzumutbar belasten würde. Die Diskussion war durch Forderungen lokaler Vereine ausgelöst worden, die eine vollständige Sperrung der Route für Busse fordern.

Die Grünen Senioren kritisieren die Pläne, die Lennestraße für Busse zu schließen, und warnen, dass dadurch die Haltestelle "Ohligs Markt" entfallen würde. Besonders betonen sie, dass viele ältere Menschen auf diese Verbindung angewiesen sind – sei es für Einkäufe, Arztbesuche oder aus finanziellen Gründen. Längere Fußwege zu Ausweichhaltestellen würden ihrer Ansicht nach vor allem Mobilitätseingeschränkte unverhältnismäßig stark treffen.

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Zudem lehnt die Gruppe Forderungen der Ohligser Jongens, der ISG und der OWG ab, den City-Ring komplett abzuschaffen. Stattdessen unterstützt sie den aktuellen Verkehrsplan als fairen Kompromiss, der den Busverkehr in der Lennestraße reduziert, ohne die Anbindung an das Ohligser Stadtzentrum zu kappen.

Bereits im März 2026 hatte die Grünen-Fraktion den City-Ring als praktikable Lösung für sichere Schulwege und barrierefreie Bushaltestellen beworben. Sie plädierte dafür, den Fokus auf konkrete Verkehrsverbesserungen zu legen, statt die Debatte mit kulturellen Konflikten zu überfrachten. Dokumenten zufolge gab es in den vergangenen Jahren jedoch kaum Fortschritte bei der detaillierten Umsetzung des Projekts.

Für die Grünen Senioren bleibt die Frage vor allem eine soziale. Sie bestehen darauf, dass mögliche Änderungen die Bedürfnisse aller Altersgruppen berücksichtigen müssen – insbesondere die älterer Menschen, die auf bequeme Verkehrsverbindungen angewiesen sind.

Die Position der Grünen Senioren hält die City-Ring-Debatte damit auf dem Kernkonflikt zwischen Barrierefreiheit und Alltagstauglichkeit. Ihr Widerstand gegen ein vollständiges Busverbot spiegelt die Sorge wider, dass ältere Bewohner:innen sonst vor unüberwindbare Mobilitätshürden gestellt würden. Die Entscheidung wird zeigen, ob ein Kompromiss gelingen kann, der Verkehrsreduzierung mit der Sicherung essenzieller Verkehrsanbindungen vereint.

Quelle