Grünes Eisen aus dem Mittleren Westen: PGS setzt auf Thyssenkrupp-Technologie für 90 % weniger CO₂
Jolanta MeyerGrünes Eisen aus dem Mittleren Westen: PGS setzt auf Thyssenkrupp-Technologie für 90 % weniger CO₂
Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure im Rahmen des „Mid-West Green Iron“-Projekts ausgewählt. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Eisenproduktion durch den Einsatz von grünem Wasserstoff und erneuerbaren Energien grundlegend zu verändern. Das Projekt befindet sich noch in der frühen Planungsphase und hängt von einer endgültigen Investitionsentscheidung ab.
PGS plant den Bau einer eigenen Elektrolyseuranlage, die auf die standardisierten 20-MW-scalum®-Module von Thyssenkrupp Nucera zurückgreift. Die Elektrolyseure sollen eine Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt erreichen und ausschließlich mit regionalen erneuerbaren Energien betrieben werden.
Das Unternehmen strebt an, ab 2029 jährlich sieben Millionen Tonnen grüne Eisenerz-Pellets zu produzieren. Als Rohstoff dient Magnetiteisenerz aus der Region. Die ersten Exporte der grünen Pellets sind für 2029 vorgesehen, mit dem langfristigen Ziel, die Produktion auf 30 Millionen Tonnen grüne Pellets sowie zehn Millionen Tonnen grünes heißbrikettiertes Eisen (HBI, Hot-Briquetted Iron) auszubauen.
Thyssenkrupp Nucera erwartet vor dem Geschäftsjahr 2026/27 keine nennenswerten finanziellen Auswirkungen durch das Projekt. Gleichzeitig soll das Vorhaben die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Stahlproduktionsmethoden um 90 Prozent senken.
Das „Mid-West Green Iron“-Projekt stellt einen bedeutenden Schritt hin zu einer nachhaltigen Eisenproduktion dar. Es setzt auf grünen Wasserstoff, erneuerbare Energien und moderne Technologien, um Emissionen drastisch zu reduzieren. Die endgültige Investitionsfreigabe wird über den weiteren Zeitplan und die Ausweitung des Projekts entscheiden.






