Komplexe Sprache bringt Start-ups mehr Investitionen – aber mit Risiko
Andree TrubinKomplexe Sprache bringt Start-ups mehr Investitionen – aber mit Risiko
Eine neue Studie zeigt: Start-ups, die in ihren Pitches komplexe Sprache verwenden, sichern sich mehr Investitionen. Die in Entrepreneurship Theory and Practice veröffentlichte Untersuchung wurde von Wissenschaftlern der TU Dortmund, der Universität Passau und der Technischen Universität München durchgeführt.
Die Ergebnisse belegen, dass eine um 7,25 Prozent höhere Finanzierung – etwa 125.000 US-Dollar – mit sprachlicher Komplexität zusammenhängt. Kognitive Nuancen wie Differenzierung und Tiefe scheinen Investoren zu beeindrucken, da sie kritisches Denken signalisieren. Gründer mit elitärem akademischem Hintergrund profitieren besonders von dieser Strategie.
Allerdings warnt die Studie vor übertriebener Komplexität. Zu viel Fachjargon kann Investoren überfordern oder den Eindruck von Unentschlossenheit erwecken. Erfolgsbeispiele wie N26 belegen, dass Anleger Gründer bevorzugen, die anspruchsvolle Sprache mit Klarheit verbinden.
Die Forschung unterstreicht einen messbaren Vorteil für Start-ups, die eine differenzierte Ausdrucksweise nutzen. Besonders Gründer mit exzellenten akademischen Qualifikationen können davon profitieren. Dennoch bleibt Klarheit entscheidend, um das Interesse der Investoren nicht zu verlieren.






