Madrids Stadtrat verhängt Rekordstrafe gegen Lärm im Metropolitano-Stadion
Andree TrubinMadrids Stadtrat verhängt Rekordstrafe gegen Lärm im Metropolitano-Stadion
Stadtrat von Madrid geht 2025 gegen Lärmverstöße im Stadion Metropolitano vor
Eine Reihe von Kontrollen deckte wiederholte Verstöße auf, wobei einige Veranstaltungen mit empfindlichen Strafen belegt wurden. Anwohner klagen seit Langem über die Auswirkungen großer Veranstaltungen auf ihren Alltag.
Der Stadtrat führte in diesem Jahr 29 Lärmmessungen an der Spielstätte durch. Bei 14 davon wurde die Einhaltung der Vorschriften bestätigt, in vier Fällen jedoch Verstöße festgestellt. Besonders schwerwiegend war ein Konzert der Band AC/DC, bei dem die Lautstärke nachts um fünf bis zehn Dezibel über den erlaubten Grenzwerten lag. Die Municipal Police stufte dies als „sehr schweren“ Verstoß ein und verhängte eine Strafe in Höhe von 80.800,80 Euro – die höchste Geldbuße, die 2025 für eine Veranstaltung im Stadion verhängt wurde.
Auch andere Events mussten Bußgelder zahlen. Ein Konzert von Imagine Dragons wurde mit 500 Euro belegt, nachdem die Lautstärke nachts um vier Dezibel überschritten worden war – ein als geringfügig eingestufter Verstoß. Ebenfalls geahndet wurde das Internationale Madcup-Jugendfußballturnier, das für eine tagsüber gemessene Überschreitung um denselben Wert 180 Euro Strafe zahlen musste.
Um die Lärmbelastung zu verringern, hat der Stadtrat Maßnahmen wie schallabsorbierende Paneele und Vorgaben zur Ausrichtung der Beschallungsanlagen eingeführt. Konzerten wird in der Regel eine Endzeit von Mitternacht vorgeschrieben, mit wenigen Ausnahmen an Wochenenden und Vorabenden von Feiertagen.
Die Staatsanwaltschaft der Provinz Madrid hat mittlerweile eigene Ermittlungen zum Lärmproblem eingeleitet. Derweil hat sich der Bürgerbeauftragte aus einer separaten Untersuchung zurückgezogen. Anwohner berichten weiterhin von Beeinträchtigungen durch Lärm, Verkehr und Müll – Probleme, die sie als dauerhaft empfinden.
Die verhängten Strafen und laufenden Untersuchungen verdeutlichen die Herausforderungen bei der Ausrichtung großer Veranstaltungen in städtischen Gebieten. Zwar zielen die Maßnahmen des Stadtrats darauf ab, die Lärmbelastung zu reduzieren, doch halten die Beschwerden der Anwohner an. Das AC/DC-Konzert bleibt bislang die am höchsten bestrafte Veranstaltung des Jahres.






