Mann aus Baden-Württemberg wegen mutmaßlicher Russland-Sanktionsumgehung festgenommen
Jolanta Meyer55-Jähriger soll Russland trotz Verbot Maschinenwerkzeuge geliefert haben - Festnahme - Mann aus Baden-Württemberg wegen mutmaßlicher Russland-Sanktionsumgehung festgenommen
Ein 55-jähriger Mann aus Baden-Württemberg ist unter dem Verdacht festgenommen worden, Sanktionen umgangen zu haben, indem er Werkzeugmaschinen nach Russland lieferte. Bei der von den Behörden geleiteten Aktion letzte Woche wurde der Beschuldigte nach Razzien an mehreren Orten in Untersuchungshaft genommen.
Die Festnahme erfolgte in Tübingen, wo der Verdächtige in Gewahrsam genommen wurde. Ermittler durchsuchten zudem Räumlichkeiten in Stuttgart sowie ein Logistikunternehmen in Duisburg, Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen der Ermittlungen wurden mehrere private und geschäftliche Objekte, die mit dem Fall in Verbindung stehen, durchsucht.
Der Beschuldigte soll die Maschinen in kleineren Partien über verschiedene Drittländer verschickt haben, um die Sanktionen zu umgehen. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um Lieferungen im Millionenwert handelt. Die Staatsanwaltschaft hat die weiteren Ermittlungen übernommen, die noch andauern.
Der Verdächtige bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft. Sollten ausreichende Beweise vorliegen, könnten nach deutschem Recht formelle Anklagen folgen. Das weitere Vorgehen hängt auch davon ab, ob sich aus den mutmaßlichen Sanktionenverstößen zusätzliche zivilrechtliche Forderungen ergeben.






