21 March 2026, 02:19

Meerbusch und Willich: Bürger können jetzt in lokale Windparks investieren

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 im Referenzszenario zeigt, mit begleitendem Erläuterungstext.

Meerbusch und Willich: Bürger können jetzt in lokale Windparks investieren

Bürgerinnen und Bürger in Meerbusch und Willich erhalten bald die Möglichkeit, sich direkt an lokalen Windenergieprojekten zu beteiligen. Die Stadtwerke starten gemeinsam mit der Sparkasse Krefeld ein Sparbriefprogramm, um zwei neue Windparks zu finanzieren. Diese Initiative folgt einem neuen Landesgesetz, das eine finanzielle Beteiligung der regionalen Bevölkerung an Erneuerbare-Energien-Projekten vorschreibt.

Den Anfang machen die Windparks Münchheide und Dickerheide. Insgesamt stehen Sparbriefe im Volumen von 2,7 Millionen Euro zur Verfügung – 1,2 Millionen Euro entfallen auf Münchheide, 1,5 Millionen Euro auf Dickerheide. Die Anleihen bieten eine feste jährliche Verzinsung von 3,25 Prozent über eine Laufzeit von zehn Jahren und sind durch die deutsche Einlagensicherung abgesichert.

Die Investitionsmöglichkeit wird in zwei Phasen eingeführt. Bis zum 31. Oktober 2026 können ausschließlich Anwohnerinnen und Anwohner aus der unmittelbaren Umgebung die Sparbriefe erwerben, wobei das Mindestinvestment bei 1.000 Euro und die Obergrenze bei 10.000 Euro pro Person liegt. In der zweiten Phase, vom 1. November 2026 bis zum 30. Juni 2027, stehen die Sparbriefe dann allen Bürgerinnen und Bürgern der beteiligten Kommunen offen – erhältlich über jede Filiale der Sparkasse Krefeld.

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Tafil Pufja, Geschäftsführer der Stadtwerke, betonte die Vorteile dieses Modells: Durch die lokale Verankerung der Investitionen werde nicht nur die Akzeptanz in der Bevölkerung gestärkt, sondern auch der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt. Matthias Stackebrandt, Leiter Firmenkunden bei der Sparkasse Krefeld, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Partnerschaft und hob ihre Bedeutung für die Förderung der Windenergie in der Region hervor.

Das Konzept orientiert sich an einem ähnlichen Projekt in Heek, wo über 1.300 Bürgerinnen und Bürger, die Kommune sowie eine Energiegenossenschaft gemeinsam einen 49-Megawatt-Windpark finanzierten. Zwar gibt es Unterschiede in der konkreten Ausgestaltung, doch beide Vorhaben entsprechen dem Bürgerenergiegesetz Nordrhein-Westfalens, das eine finanzielle Beteiligung der lokalen Bevölkerung an Energieprojekten vorschreibt.

Die Sparbriefe tragen dazu bei, Meerbuschs langfristiges Ziel zu erreichen: Bis 2045 soll die Region vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Dies unterstützt zugleich das übergeordnete Ziel Deutschlands, bis zu diesem Zeitpunkt klimaneutral zu werden. Mit festen Erträgen und staatlicher Absicherung bietet das Programm den Bürgerinnen und Bürgern eine direkte Möglichkeit, die Energiewende mitzugestalten – und davon zu profitieren.

Quelle