Moers setzt auf Bürgerbeteiligung: Neue Initiative für lebendige Demokratie
Andree TrubinMoers setzt auf Bürgerbeteiligung: Neue Initiative für lebendige Demokratie
Moers startet eine neue Initiative, um die Bürgerbeteiligung an lokalen Entscheidungsprozessen zu stärken. Vom 4. bis 7. November erarbeiten über 50 Einwohnerinnen und Einwohner Vorschläge, die die Demokratie in der Stadt fördern sollen. Das Projekt geht auf eine Empfehlung der Moerser Bürgerversammlung zurück, die der Stadtrat im vergangenen Monat gebilligt hat.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden mit Unterstützung von Fachleuten ausgewählt, wobei besonders Personen berücksichtigt wurden, die bisher wenig oder gar nicht politisch aktiv waren. Die Organisatoren legten Wert auf eine breite Vielfalt an Hintergründen, um sicherzustellen, dass unterschiedliche Perspektiven in die Diskussionen einfließen. Die Finanzierung erfolgt über das Bundesprogramm "Lebendige Demokratie!"
Die Stadt arbeitet mit zwei Forschungspartnern zusammen: dem nexus Institut in Berlin und dem Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung der Bergischen Universität Wuppertal. Diana Finkele, Leiterin des kommunalen Bildungsamts, und die Demokratiebeauftragte Eleni Kremeti fungieren als Hauptansprechpartnerinnen für die Stadtverwaltung.
Bürgermeisterin Julia Zupancic eröffnete die Veranstaltung am 4. November und bezeichnete sie als ein "gelebtem Demokratie"-Beispiel. Die in den vier Tagen entwickelten Vorschläge werden dem Stadtrat zur Prüfung vorgelegt.
Ziel der Initiative ist es, die öffentliche Beteiligung an den Entscheidungsprozessen in Moers nachhaltig zu verankern. Die endgültigen Vorschläge spiegeln die Ideen von Bürgerinnen und Bürgern wider, die sich bisher nicht traditionell in der Kommunalpolitik engagiert haben. Der Stadtrat wird die Empfehlungen in den kommenden Wochen beraten.






