02 April 2026, 16:21

Mordprozess in Neuss: Ukrainer bestreitet Beteiligung am Tod eines Obdachlosen

Cartoon-Illustration einer Gerichtsszene mit dem Titel "Boney's Trial, Sentence, and Dying Speech Europe's Injuries Revenged", die eine zentrale stehende Figur zeigt, die sitzende Personen anspricht, mit einem Tisch voller Gegenstände auf der rechten Seite.

Tod eines Obdachlosen - Angeklagter bestreitet Vorwürfe - Mordprozess in Neuss: Ukrainer bestreitet Beteiligung am Tod eines Obdachlosen

Ein 46-jähriger ukrainischer Staatsbürger mit griechischem Pass steht in Neuss wegen des gemeinschaftlichen Mordes an einem 56-jährigen Obdachlosen vor Gericht. Der Angeklagte bestreitet jede Beteiligung am Tod des Opfers und behauptet, dessen Verletzungen seien durch zufällige Stürze entstanden. Der Fall nahm eine düstere Wendung, nachdem der mutmaßliche Komplize, ein 39-jähriger Mann, sich noch vor Prozessbeginn in Untersuchungshaft das Leben nahm.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten und dem 39-Jährigen vor, das Opfer in der Nähe des Rheinufers angegriffen zu haben. Laut Anklageschrift soll der ältere Mann den ersten Schlag ausgeführt haben, woraufhin sich der Angeklagte beteiligte und den Obdachlosen schwer verprügelt habe. Das Opfer erlitt schwere Gesichts- und Kopfverletzungen, bevor es zurück in sein Zelt gebracht wurde, wo es später verstarb.

Die Schilderung des Angeklagten weicht davon deutlich ab. Er aussagte, das Opfer sei mehrfach gestürzt und habe sich dabei die Verletzungen zugezogen. Zudem gab er an, es habe zuvor einen Streit zwischen dem Opfer und dem 39-Jährigen wegen eines Zeltplatzes gegeben. Nach der Auseinandersetzung habe er dem Verletzten geholfen, zurück in sein Zelt zu gelangen, und betonte, keine gewalttätigen Absichten gehegt zu haben.

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Der Prozess, der kürzlich begann, wird mit fünf weiteren Verhandlungsterminen bis Mitte Dezember fortgesetzt. Durch den Tod des mutmaßlichen Komplizen in Untersuchungshaft bleibt der Angeklagte die einzige Person, die sich in diesem Fall vor Gericht verantworten muss.

Nun muss das Gericht die widersprüchlichen Aussagen zu den Ereignissen, die zum Tod des Opfers führten, sorgfältig abwägen. Da die Verhandlung bis Dezember andauert, werden weitere Beweise und Zeugenaussagen klären, ob der Angeklagte eine direkte Rolle bei dem tödlichen Angriff spielte. Das Urteil wird auch Licht auf die Umstände des gewaltsamen Todes des Obdachlosen in Neuss werfen.

Quelle