Münchner Oktoberfest: Warum die Rutschbahn seit 89 Jahren für Lacher sorgt
Andree TrubinMünchner Oktoberfest: Warum die Rutschbahn seit 89 Jahren für Lacher sorgt
Seit 89 Jahren ist die Rutschbahn ein fester Bestandteil des Münchner Oktoberfests. Betrieben von Claus Konrad, bleibt die Attraktion eine Familientradition – mittlerweile in der sechsten Generation. Besucher strömen herbei, um Spaß zu haben, auch wenn das Aufrechtbleiben nicht immer einfach ist – besonders nach ein paar Bier.
Die Rutschbahn steht seit 1935 auf dem Festgelände und wird aus Tradition ausschließlich in München betrieben. Im Gegensatz zu ähnlichen Bahnen, wie etwa der im Wiener Prater, bewahrt diese Version unter Konrads Führung ihren klassischen Charme. Er übernahm das Familienunternehmen 2012 und sorgt dafür, dass die Rutsche ihren Ursprüngen treu bleibt.
Theoretisch ist das Rutschen einfach, in der Praxis aber knifflig: Ein Förderband bewegt sich mit etwa 11 km/h und bringt die Fahrgäste nach oben, bevor es hinabgeht. Der Schlüssel zum Erfolg? Ein Anlauf nehmen, sich nach vorne lehnen und das Geländer loslassen. Doch viele kämpfen mit dem Gleichgewicht, was zu wackeligen Fahrten und dem Gelächter der Zuschauer führt.
Nicht ganz ohne Risiko ist die Fahrt: Kleine Verletzungen wie Schürfwunden, Prellungen oder gerissene Verbände können passieren – besonders, wenn Alkohol im Spiel ist. Dennoch sorgt die Mischung aus Nervenkitzel und Herausforderung dafür, dass die Besucher Jahr für Jahr zurückkehren.
Die Rutschbahn bleibt ein beliebter, wenn auch etwas unberechenbarer Teil des Oktoberfests. Ihre Kombination aus Tempo, Geschick und gelegentlichen Purzelbäumen macht sie zu einem Highlight für die Gäste. Unter der Führung von Claus Konrad zeigt die Tradition keine Anzeichen von Ermüdung.






