Neuer Atommüll-Transport rollt trotz Proteste sicher nach Ahaus ein
Andree TrubinNeuer Atommüll-Transport rollt trotz Proteste sicher nach Ahaus ein
Am Mittwochmorgen traf eine Lieferung mit atomarem Abfall in Ahaus ein, nachdem der Transport unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden hatte. Die Fahrt, Teil einer laufenden Serie, wurde von Protesten antiatomkraftbewegter Aktivisten begleitet. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Operation in Nordrhein-Westfalen zu überwachen.
Der Konvoi verließ das Forschungszentrum Jülich gegen 10 Uhr und transportierte einen Castor-Behälter zum Zwischenlager in der Nähe von Ahaus, das etwa zwei Kilometer vom Ortskern entfernt liegt. Auf der 170 Kilometer langen Strecke gab es keine Zwischenfälle oder Störungen.
Rund 2.400 Beamte waren im Einsatz. Patrick Schlüter kritisierte den Zeitpunkt der Aktion. Die Protestorganisatorin Hanna Poddig verhandelte mit der Polizei, um Demonstranten den Zugang zum Lager mit dem Fahrrad zu ermöglichen. Zudem forderte sie einen sofortigen Stopp aller Atommülltransporte, bis eine dauerhafte Endlagerlösung gefunden sei.
Diese jüngste Lieferung folgt auf die erste große Anlieferung in Ahaus im Jahr 1996, die damals massiven Widerstand auslöste. Seither wurden im Rahmen der langjährigen Transportserie 152 Castor-Behälter von Jülich nach Ahaus gebracht. Innenminister Herbert Reul äußerte, dass sich durch die wiederholten Transporte ein "Gewöhnungseffekt" einstellen könnte – künftig könnten bis zu drei Konvois gleichzeitig unterwegs sein.
Der Atommüllbehälter erreichte Ahaus ohne Zwischenfälle, trotz des Widerstands der Aktivisten. Die Behörden rechnen mit weiteren Transporten im Rahmen des laufenden Programms. Das Zwischenlager wird die Behälter so lange aufbewahren, bis ein Endlager endgültig feststeht.






