22 March 2026, 18:20

NRW plant härtere Maßnahmen gegen Gewalt an Schulen durch neuen Gesetzentwurf

Ein Klassenzimmer mit Schülern in Gesichtsmasken auf Bänken sitzend und stehend, mit Büchern und Gegenständen auf Tischen, Fenstern, einer Tür und Deckenventilatoren im Hintergrund.

NRW plant härtere Maßnahmen gegen Gewalt an Schulen durch neuen Gesetzentwurf

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen drängt auf schärfere rechtliche Befugnisse, um Gewalt und Störungen an Schulen entschlossener zu bekämpfen. Ein neuer Gesetzentwurf soll Lehrkräften und Schulleitungen wirksamere Instrumente an die Hand geben, um bei Vorfällen schneller handeln zu können. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sicherheitsbedenken: Immer mehr Schulen verzeichnen in den letzten Jahren häufigere Fälle von Aggression und Grenzüberschreitungen.

Aktuelle Zahlen unterstreichen das Ausmaß des Problems. In den vergangenen fünf Jahren hatten 73 Prozent der Schulleiterinnen und Schulleiter im Land mit Gewalt gegen Lehrkräfte zu tun. Besonders alarmierend sind körperliche Angriffe: 43 Prozent der Schulen registrierten solche Vorfälle, während 66 Prozent der Schulleitungen einen generellen Anstieg aggressiven Verhaltens melden.

Der geplante Gesetzesentwurf erweitert das Spektrum möglicher Maßnahmen. Bei leichteren, aber wiederkehrenden Verstößen könnten Schülerinnen und Schüler für bis zu eine Woche in eine andere Klasse versetzt oder für zwei Tage vom Unterricht ausgeschlossen werden. In schweren Fällen wäre ein Ausschluss vom Unterricht, von bestimmten Fächern oder schulischen Veranstaltungen für bis zu vier Wochen möglich. Schulleitungen erhalten zudem die Befugnis, bei akuten Gefahren für die Sicherheit oder den Schulbetrieb sofortige Ausschlüsse zu verhängen.

Das Bildungsministerium betont, dass jede Krise eine maßgeschneiderte Lösung erfordert. Zwar gebe es keine Patentlösung, doch zielen die Reformen darauf ab, klarere Richtlinien und mehr Handlungsspielraum zu schaffen. Offizielle Daten zeigen einen allgemeinen Anstieg von Interventionsprogrammen seit 2023, wobei die genaue Zahl der Schulen, die solche Maßnahmen umsetzen, nicht veröffentlicht wird.

Der Gesetzentwurf soll sowohl pädagogische als auch disziplinarische Ansätze präzisieren. Durch mehr Entscheidungsbefugnisse für das Schulpersonal hofft die Landesregierung, die tägliche Sicherheit zu verbessern und die Reaktionszeit bei problematischem Verhalten zu verkürzen.

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Falls das Gesetz verabschiedet wird, können Schulen künftig schneller auf Gewalt und Störungen reagieren. Lehrkräfte und Schulleitungen erhalten dann eine solidere rechtliche Grundlage, um Schülerinnen und Schüler bei Bedarf vom Unterricht auszuschließen. Die Reformen spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, die wachsenden Herausforderungen für die Sicherheit an nordrhein-westfälischen Schulen zu bewältigen.

Quelle