Polizei warnt vor Online-Betrug: Zwei Lüdenscheider werden Opfer von Internet-Kriminellen
Andree TrubinPolizei warnt vor Online-Betrug: Zwei Lüdenscheider werden Opfer von Internet-Kriminellen
Die Polizei in Lüdenscheid hat nach zwei getrennten Vorfällen, bei denen Anwohner finanziell geschädigt wurden, vor Online-Betrug gewarnt. Ein Opfer fiel auf einen gefälschten Marktplatz-Verkauf herein, ein anderes wurde Ziel einer "Sextortion"-Erpressung. Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, bei Kontakten mit Fremden im Internet besonders wachsam zu sein.
Im ersten Fall verlor ein 59-jähriger Mann Geld, nachdem er versucht hatte, einen gebrauchten MiniDisc-Rekorder über eine Online-Plattform zu kaufen. Er überwies den Betrag, erhielt die Ware jedoch nie. Das Konto des Verkäufers wurde später wegen verdächtiger Aktivitäten gesperrt, das Geld landete schließlich bei einer nicht beteiligten dritten Person.
Beim zweiten Vorfall schickte ein örtlicher Bewohner intime Fotos an eine Person, die er online kennengelernt hatte. Der Empfänger forderte daraufhin Geld und drohte damit, die Bilder öffentlich zu verbreiten. Das Opfer zahlte einmal, wurde jedoch zu weiteren Zahlungen aufgefordert und wandte sich schließlich an die Polizei.
Die Beamten raten daher zur Vorsicht bei Online-Käufen. Sie empfehlen, Verkäufer persönlich zu treffen und Bargeschäfte abzuschließen oder sichere Zahlungsmethoden der Plattform zu nutzen. Zudem warnten die Ermittler davor, persönliche Fotos zu teilen, Freundschaftsanfragen von Unbekannten anzunehmen oder intime Videoanrufe mit Fremden zu führen.
Beide Fälle werden weiterhin untersucht. Das Geld des 59-Jährigen gilt als verloren, das "Sextortion"-Opfer hat weitere Zahlungen eingestellt. Die Polizei betont weiterhin, wie wichtig es ist, Online-Kontakte zu überprüfen und riskante finanzielle oder persönliche Transaktionen zu vermeiden.






