13 June 2026, 22:16

Preisproteste an der Mailänder Scala: Warum die Loggionisti aufbegehren

Proteste gegen Preiserhöhungen im Scala

Preisproteste an der Mailänder Scala: Warum die Loggionisti aufbegehren

Preiserhöhungen an der Mailänder Scala sorgen für Empörung

Die Ticketpreise im Opernhaus La Scala in Mailand sind für einige Plätze deutlich gestiegen. Besonders verärgert sind treue Besucher – vor allem die „Loggionisti“, die traditionell in den oberen Rängen sitzen. Das Theater ist bereits das teuerste Europas, nur das Salzburger Festspiele verlangen noch höhere Preise.

Betroffen sind 36 der begehrtesten Plätze, deren Kosten um über 30 Prozent gestiegen sind. Im Schnitt fällt die Erhöhung jedoch moderat aus: Ein Platz in der Galerie kostet in der Spielzeit 2025–26 45,56 Euro, im folgenden Jahr dann 46,94 Euro. Auch die Abo-Preise sind gestiegen – von 800 auf 1.050 Euro.

Die Änderungen fallen mit anstehenden Tarifverhandlungen und der Verlegung der Theaterwerkstätten zusammen. Die Leitung betont, die Kritik sei übertrieben, da nur ein kleiner Teil der Plätze betroffen sei. Zudem wurde versichert, dass unter dem aktuellen Intendanten Fortunato Ortombina keine weiteren Preiserhöhungen geplant sind.

Während der Premiere von Verdis Carmen wurden die Proteste lauter: Aus den oberen Rängen flogen Flugblätter als Zeichen des Unmuts. Trotz der Aufregung verzeichnet die Scala weiterhin einen Überschuss.

Die Preisanpassungen stehen im Zusammenhang mit den bevorstehenden Verhandlungen und dem Umzug der Werkstätten. Solange Ortombina im Amt bleibt, sind keine weiteren Erhöhungen vorgesehen. Die finanzielle Lage des Theaters bleibt stabil – auch wenn einige Stammgäste ihre Unzufriedenheit äußern.

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