Rasen-Streit eskaliert: Leverkusen wirft Köln Platz-Manipulation vor
Elvira ZiegertRasen-Streit eskaliert: Leverkusen wirft Köln Platz-Manipulation vor
Ein Streit über die Platzverhältnisse ist zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln nach ihrem jüngsten Bundesliga-Spiel aufgekommen. Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand kritisierte den ausgedörrten Zustand des Rasens, während Kölns René Wagner Vorwürfe einer gezielten Manipulation zurückwies.
Hjulmand bezeichnete den Platz als "knochenhart trocken" und deutete an, er sei vor dem Spiel bewässert und anschließend zum Austrocknen belassen worden. Er räumte ein, dass die Oberfläche unabhängig von der Ursache ungewöhnlich hart gewesen sei. Wagner hingegen scherzte, die Sonne – und nicht menschliches Zutun – sei schuld am vertrockneten Rasen.
Während der Pressekonferenz wechselte Wagner kurz ins Englische, um die Haltung seines Teams zu unterstreichen. Er wies jede absichtliche Veränderung der Platzbedingungen von sich. Die Diskussion wirft ein bekanntes Problem in Köln auf, wo lokale Klimabedingungen den Rasen anfälliger für Verbrennungen machen als anderswo.
Das Greenkeeping-Handbuch der DFL rät den Vereinen, die Bewässerung an Wetter und Mikroklima anzupassen. Leverkusen hingegen kann sich mit dem Titel "Platz des Jahres" der Vorsaison schmücken – ein deutlicher Kontrast zur Platzpflege beider Klubs.
Die Debatte um die Rasenqualität vertieft die Rivalität zwischen den beiden Mannschaften. Während Köln mit natürlichen Klimaherausforderungen kämpft, glänzt Leverkusen mit vorbildlicher Platzpflege. Beide Seiten werden die Entwicklung vor den kommenden Spielen sicher genau beobachten.






