26 April 2026, 20:19

Salzburger Festspiele: Warum Karin Bergmanns Abschied von Kontroversen überschattet wird

Plakat für das 91. Kunstfestival in Barcelona mit einem Bild einer Person in einer gelben Mütze mit einer blauen Schleife, die einen blauen und weißen gestreiften Schal trägt, vor einem hellblauen Himmel mit weißen Wolken.

Salzburger Festspiele: Warum Karin Bergmanns Abschied von Kontroversen überschattet wird

Die Salzburger Festspiele stehen erneut in der Kritik, während ihre Direktorin Karin Bergmann ihre letzte Spielzeit vorbereitet. Besonders umstritten ist ihre weiterhin unterstützende Haltung gegenüber dem Dirigenten Teodor Currentzis, dessen Ensemble-Mitglieder kürzlich mit provokanten Äußerungen für Empörung sorgten.

Bergmann, die nach den Fehltritten ihres Vorgängers das Ruder übernahm, sieht sich nun mit der schwierigen Aufgabe konfrontiert, zwischen Tradition und wachsender Kritik an ihren Entscheidungen zu vermitteln.

Karin Bergmann trat ihr Amt als Festspielleiterin an, nachdem die Fehler ihres Vorgänger einen Führungswechsel erzwungen hatten. Nun, in ihrer letzten Saison, betont sie, das Erbe der Festspiele zu wahren und gleichzeitig deren Zukunft zu gestalten. Doch ihre Unterstützung für Teodor Currentzis hat scharfe Kritik ausgelöst.

Currentzis, der russische Staatsbürger, leitet die Hinterhäuser-Produktion in Salzburg. Sein Ensemble MusicAeterna machte jedoch aus den falschen Gründen Schlagzeilen: Musiker diffamierten die deutsche Politik und verglichen Journalisten mit Nazis. Die Verbindungen des Dirigenten zu Unternehmen wie Gazprom und VTB – beide mit dem Ukraine-Krieg in Verbindung gebracht – verschärften die Bedenken zusätzlich.

Trotz der massiven Rückschläge hält Bergmann an Currentzis im Programm fest. Unterdessen sind für September die Anhörungen für ihre Nachfolge geplant, die das Ende ihrer Amtszeit markieren.

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Der künftige Festspielleiter wird eine zerrissene Institution übernehmen, in der Bergmanns Vermächtnis sowohl mit Tradition als auch mit Kontroversen verbunden bleibt. Ihre Nachfolgerin oder ihr Nachfolger muss die Folgen von Currentzis' Engagement bewältigen und die Festspiele gleichzeitig in die Zukunft führen. Die September-Anhörungen werden zeigen, wer diese Herausforderung annimmt.

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