22 March 2026, 06:21

Solingen streitet über Parkplatzabbau und neue Radwege – Handel in Sorge

Eine Stadtstraße mit einem geparkten Fahrrad, fahrenden Fahrzeugen, Fußgängern auf dem Gehweg, Versorgungsmasten, Verkehrsampeln, Straßenschildern, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem klaren blauen Himmel.

Solingen streitet über Parkplatzabbau und neue Radwege – Handel in Sorge

Umgestaltung von Parkplätzen und Radwegen in Solingen stößt auf heftigen Widerstand

Die Pläne zur Neugestaltung von Parkflächen und Radrouten in Solingen sorgen für massive Kritik. Die örtliche MIT-Gruppe wirft der Stadt vor, Anwohner und Unternehmen bei zentralen Entscheidungen nicht ausreichend einzubinden. Über 270 Parkplätze könnten nun wegfallen – mit potenziell gravierenden Folgen für den lokalen Handel und den Verkehr.

Im Fokus der geplanten Änderungen stehen der Ohligser City-Ring sowie die neue Veloroute 2. Allein im Bereich des City-Rings könnten mehr als 70 Stellplätze entfallen, entlang der Merscheider Straße sogar über 200. Händler warnen, dass weniger Parkmöglichkeiten Kunden vertreiben und ihre Existenz gefährden könnten.

Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, zeigt sich besorgt über die wirtschaftlichen Auswirkungen. Sie kritisiert, dass die fehlende frühzeitige Beteiligung der Betroffenen viele Unternehmen unvorbereitet auf mögliche Umsatzeinbußen zurücklasse. Zudem fehlen laut der Gruppe Lösungen für den Lieferverkehr, der durch die Pläne zusätzlich behindert werden könnte.

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Kritiker bemängeln darüber hinaus, dass die Veloroute 2 den ÖPNV ausbremsen und zu Verspätungen bei Buslinien führen könnte. Die MIT fordert die Verantwortlichen nun auf, die Pläne zu überarbeiten und ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Radfahrern, Autofahrern und ÖPNV-Nutzern herzustellen.

Der Streit dreht sich vor allem um den Abbau von Parkplätzen und dessen Auswirkungen auf Handel und Verkehr. Da es bisher keine überzeugenden Alternativen gibt, drängen Anwohner und Unternehmen auf eine Überprüfung der Vorhaben. Das Ergebnis könnte wegweisend für künftige Infrastrukturprojekte in der Stadt sein.

Quelle