22 March 2026, 10:19

Solingens Lieferkontor öffnet 2026 öfter für Besucher und erzählt vom Erbe der Liewerfrauen

Detailierte alte Karte von Zoffingen, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude, Bäume und Text auf vergilbtem Papier.

Solingens Lieferkontor öffnet 2026 öfter für Besucher und erzählt vom Erbe der Liewerfrauen

Solingens historisches Lieferkontor öffnet 2026 häufiger seine Türen

Das historische Lieferkontor in Solingen, einst ein zentraler Umschlagplatz für die berühmten Liewerfrauen der Stadt, wird 2026 häufiger für Besucher zugänglich sein. Die Stätte ist Teil des dezentralen Industriemuseums Solingen und soll während der Wandersaison von März bis Oktober stärker in den Fokus rücken.

Die Stadt und der Förderverein planen für das kommende Jahr mindestens fünf Öffnungstage – bei ausreichend ehrenamtlicher Unterstützung könnten es noch mehr werden. Vorwissen ist nicht erforderlich, nur Interesse an Solingens industriellem Erbe.

Das Lieferkontor war einst das Herzstück des Solinger Handels. Die Liewerfrauen, Frauen, die Waren in Körben durch ganz Europa trugen, verloren mit der Industrialisierung fast überall ihre Bedeutung – nur in Solingen blieb die Tradition erhalten. Das Gebäude diente sowohl als Abgabestelle für ihre Waren als auch als Ort, an dem Arbeiter ihren Lohn erhielten.

2026 wird die Stätte an fünf Sonntagen zwischen 10:00 und 14:00 Uhr geöffnet sein, mindestens einmal pro Monat. Zusätzlich bietet der lokale Guide Lutz Peters vier weitere Öffnungstermine von 11:00 bis 13:00 Uhr an. Langfristig soll das Lieferkontor bei ausreichend Helfern jeden ersten Sonntag im Monat von April bis Oktober zugänglich sein.

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Ein geführter Wanderausflug entlang des Liewerfrauenwegs findet am 19. April um 13:00 Uhr statt, Startpunkt ist das Gründerzentrum. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Das Lieferkontor ist eine von mehreren historischen Stätten des Industriemuseums, zu dem auch der Hendrichs'sche Reckhammer und die Wipperkotten zählen.

Mit den erweiterten Öffnungszeiten soll das Lieferkontor während der Wandersaison mehr Besucher anziehen. Bei ausreichender ehrenamtlicher Unterstützung könnte der Standort künftig monatlich von Frühling bis Herbst geöffnet werden. Die Stadt setzt damit auf eine Wiederbelebung des Interesses an ihrer industriellen Vergangenheit – mit geführten Wanderungen und häufigerem Zugang zu diesem bedeutenden Wahrzeichen.

Quelle