20 March 2026, 06:20

Velbert diskutiert lebensverlängernde Maßnahmen: Recht, Ethik und Praxis im Fokus

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht und nicht ein Privileg sein" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

Velbert diskutiert lebensverlängernde Maßnahmen: Recht, Ethik und Praxis im Fokus

Veranstaltung in Velbert: Rechtliche und praktische Aspekte lebensverlängernder Maßnahmen

Eine bevorstehende Veranstaltung in Velbert widmet sich den rechtlichen und praktischen Fragen lebensverlängernder medizinischer Behandlungen. Organisiert vom Pflegeamt der Stadt Velbert, der Bergischen Diakonie Aprath und dem SKFM Velbert/Heiligenhaus, soll die kostenlose Informationsveranstaltung Bürgerinnen und Bürgern Orientierung bei Entscheidungen am Lebensende geben. Im Mittelpunkt stehen verfügbare Hilfsangebote sowie der aktuelle rechtliche Rahmen für diese weitreichenden Entscheidungen.

Die Veranstaltung unter dem Titel "Lebensverlängernde medizinische Maßnahmen" findet am Donnerstag, 26. März, von 17:00 bis 18:30 Uhr in der Villa B (Höferstraße 37) statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; sowohl gesetzliche Betreuer als auch interessierte Bürger sind herzlich willkommen.

Als Referent tritt Sebastian Schmitz auf, der beim Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgungsdienst (SAPV) in Mettmann tätig ist. In seinem Vortrag erläutert er, wie Betroffene und Angehörige Entscheidungen über lebenserhaltende Behandlungen treffen können. Zudem geht er auf die damit verbundenen rechtlichen Schutzmechanismen und Pflichten ein.

In Deutschland hat sich der Umgang mit Sterbebegleitung in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2020 stärkte das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben, während das 2021 in Kraft getretene Patientenverfügungsgesetz die Regelungen zu Vorsorgevollmachten erweiterte. Gleichzeitig ist die Palliativversorgung heute fester Bestandteil der medizinischen Regelversorgung. Kontrovers diskutiert werden nach wie vor die Zulässigkeit der ärztlich assistierten Sterbehilfe sowie die Verantwortung von Betreuern im Rahmen des Betreuungsrechts.

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Die Veranstaltung bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über ihre Rechte und Optionen bei lebensverlängernden Maßnahmen zu informieren. Ohne Kosten oder Anmeldeformalitäten hoffen die Organisatoren auf eine breite Resonanz. Die Diskussion spiegelt dabei die anhaltenden Entwicklungen in deutscher Rechtsprechung und Medizinethik rund um Entscheidungen am Lebensende wider.

Quelle