Warum Lidl plötzlich "sitzende Hasen" statt Osterhasen anpreist
Lidl gerät wegen Bezeichnungen für Oster-Schokolade in die Kritik
Der Supermarktkonzern hatte in seinem Prospekt statt des üblichen "Osterhasen" einen "sitzenden Hasen mit Schleife" aufgeführt. Sowohl Lidl Deutschland als auch Lidl Österreich haben inzwischen ihre Namensgebung erläutert.
Die Diskussion entzündete sich, nachdem in Werbematerialien des Unternehmens Schokoladenfiguren als "sitzende Hasen" statt als "Osterhasen" bezeichnet worden waren. Das Unternehmen bestätigte, diesen Begriff bereits seit Jahren zu verwenden – parallel zu anderen Bezeichnungen wie "Schokoladenhasen" oder "Osterhasen". Lidl Österreich erklärte, dass unterschiedliche Beschreibungen Kunden dabei helfen sollen, zwischen den Produkten zu unterscheiden.
Auch andere Marken setzen auf variierende Begriffe. Eine Blindverkostungsliste aus dem Jahr 2024 führte für ähnliche Artikel Bezeichnungen wie "lustige Hasen", "Goldhasen" oder "hohle Figuren" auf. Lidl Deutschland betonte, dass es sich dabei um eine branchenweite Praxis handle und nicht um den Versuch, traditionelle Begriffe abzuschaffen.
Sowohl Lidl Deutschland als auch Lidl Österreich wiesen Vorwürfe zurück, man wolle "Osterhasen verbieten". Die österreichische Niederlassung versicherte, keine Pläne zu haben, Osterbräuche abzuschaffen. Auch der Konkurrent Aldi verkauft "sitzende Hasen" – ein Beleg dafür, dass der Namens-Trend über Lidl hinausgeht.
Die Verwendung des Begriffs "sitzender Hase" durch Lidl spiegelt eine breitere Entwicklung in der Schokoladenbranche wider. Das Unternehmen argumentiert, dass verschiedene Bezeichnungen Kunden die Unterscheidung der Produkte erleichtern. Änderungen an der Oster-Markierung oder an Traditionen sind vom Händler nicht vorgesehen.






