19 March 2026, 18:19

Windpark in NRW: Gericht weist Eilantrag von Drachenfliegern ab

Luftaufnahme eines Windrades in einem grünen Feld mit Bäumen, Häusern und Tieren in Irland, umgeben von saftigem Gras.

Drachen- und Gleitschirmclub scheitert mit Notantrag gegen neue Windräder - Windpark in NRW: Gericht weist Eilantrag von Drachenfliegern ab

Ein Drachen- und Gleitschirmflugverein in Nordrhein-Westfalen ist mit dem Versuch gescheitert, den Bau eines nahegelegenen Windparks zu stoppen, nachdem ein Gericht einen Eilantrag des Vereins abgewiesen hat. Das Oberverwaltungsgericht in Münster wies die Klage zurück und begründete dies damit, dass das Projekt keine existenzielle Bedrohung für den Betrieb des Vereins darstelle. Die Entscheidung ebnet den Weg für den Bau von sechs Windkraftanlagen südlich von Meschede.

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Der Verein, der fast 800 Mitglieder zählt und jährlich rund 1.000 Starts verzeichnet, hatte argumentiert, der Windpark berge erhebliche Sicherheitsrisiken. Die Turbinen würden demnach Turbulenzen erzeugen, die insbesondere bei höheren Windgeschwindigkeiten die Flüge gefährden könnten. Das Gericht hielt diese Bedenken jedoch für nicht ausreichend belegt.

Der geplante Windpark liegt in einer ausgewiesenen Windenergiezone, wie sie im Regionalplan vorgesehen ist. Das Gericht stellte fest, dass der Verein im Genehmigungsverfahren ordnungsgemäß angehört worden sei. Zudem urteilte es, dass Flüge bei Windgeschwindigkeiten unter 20 km/h ohne nennenswerte Beeinträchtigungen sicher fortgesetzt werden könnten.

Für Gleitschirmflieger gelten bereits jetzt Einschränkungen bei Windgeschwindigkeiten über 30 km/h – unabhängig von den Windkraftanlagen. Das Gericht verwies darauf, dass die Turbinen erst ab einer Windgeschwindigkeit von 11 km/h in Betrieb gehen, sodass die meisten Flugbedingungen unverändert blieben. Die Entscheidung bestätigt, dass der Windpark keine neuen Risiken über die bestehenden Sicherheitsvorschriften hinaus mit sich bringt.

Mit dem Urteil ist der Weg für den Bau des Windparks frei; die sechs Anlagen sollen südlich von Meschede errichtet werden. Der Flugplatz des Vereins, einer der meistfrequentierten in der Region, wird seinen Betrieb unter den bisherigen Sicherheitsrichtlinien fortsetzen. Rechtliche Hindernisse für das Projekt bestehen nicht mehr.

Quelle