Zoll startet Mega-Razzia gegen Schwarzarbeit in der Sicherheitsbranche mit 2.100 Beamten
Adalbert BiggenZoll startet Mega-Razzia gegen Schwarzarbeit in der Sicherheitsbranche mit 2.100 Beamten
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des deutschen Zolls hat eine großangelegte Razzia gegen illegale Beschäftigung in der Sicherheits- und Privatbewachungsbranche gestartet. Bei der bundesweiten Aktion sind über 2.100 Zollbeamte im Einsatz, die gegen Schwarzarbeit, Sozialleistungsbetrug und Verstöße gegen die Sozialversicherungspflicht vorgehen.
Im Fokus stehen insbesondere Veranstaltungssicherheit und Objektschutz – Bereiche, in denen ein hohes Risiko für undeclarierte Beschäftigungsverhältnisse besteht. Die Behörden prüfen unter anderem die illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte, kontrollieren die Abführung von Sozialabgaben und ermitteln in Fällen von mutmaßlichem Sozialbetrug.
Die Kontrollen erfolgen risikobasiert: Neben stichprobenartigen Überprüfungen werden auch umfassende Betriebsprüfungen durchgeführt. Zudem untersucht die FKS unerlaubte Leiharbeit und achtet auf die Einhaltung des Mindestlohngesetzes. Der Zoll spielt eine zentrale Rolle beim Schutz öffentlicher Einnahmen und der Durchsetzung fairer Arbeitsbedingungen.
Erste vorläufige Ergebnisse der großangelegten Kontrollwelle sollen noch in dieser Woche veröffentlicht werden. Ziel der Aktion ist es, die Aufsicht in Branchen mit besonders hoher Schwarzarbeitsquote zu verschärfen.
An der Razzia beteiligen sich alle Hauptzollämter Deutschlands – es handelt sich damit um eine der größten koordinierten Aktionen gegen illegale Beschäftigung der letzten Jahre. Die Ergebnisse werden zeigen, ob weitere Durchsetzungsmaßnahmen in der Sicherheitsbranche und anderen Risikosektoren erforderlich sind.






