Markus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Elvira ZiegertMarkus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Markus Lewe ist nach 16 Jahren im Amt als Oberbürgermeister von Münster zurückgetreten. Während seiner Amtszeit wuchs die Einwohnerzahl der Stadt um 40.000 Menschen, und er führte Münster durch zahlreiche Krisen, während er gleichzeitig die Bürgerbeteiligung stärkte. Am 1. November 2025 wird Tilman Fuchs sein Nachfolger im Amt antreten.
Lewe wurde erstmals am 21. Oktober 2009 zum Oberbürgermeister gewählt. Die Wähler bestätigten ihn 2015 und 2020 erneut im Amt, doch bei den Kommunalwahlen im September 2025 trat er nicht mehr an. Als höchster Repräsentant der Stadt leitete er die Ratssitzungen – darunter eine Rekord-Sitzung von acht Stunden im Juni 2020.
In seiner Amtszeit stieg die Einwohnerzahl Münsters von etwa 280.000 auf 320.000. Lewe führte die Stadt durch schwere Bewährungsproben: die Schneekatastrophe 2010, die Hochwasser 2014, den Fahrzeuganschlag 2018 und die COVID-19-Pandemie. Über seine lokalen Pflichten hinaus war er von 2018 bis 2019 sowie von 2021 bis 2025 Präsident des Deutschen Städtetags.
Sein Führungsstil war geprägt von der Förderung von Zusammenhalt und bürgerlichem Engagement. Unter seiner Ägide entwickelte sich in Münster eine neue Kultur der Teilhabe, die die Bürger ermutigte, sich aktiv an kommunalen Entscheidungsprozessen zu beteiligen.
Lewes Abschied markiert das Ende einer Ära für Münster. Sein Nachfolger Tilman Fuchs wird das Amt am 1. November 2025 übernehmen. Die Stadt blickt nun auf ein neues Kapitel nach 16 Jahren unter Lewes Führung.






