Neues Beratungsprogramm für WEGs: Günstige energetische Sanierung mit staatlicher Förderung
Andree TrubinNeues Beratungsprogramm für WEGs: Günstige energetische Sanierung mit staatlicher Förderung
Deutschlands größter unabhängiger Energieberatungsdienst hat ein neues Programm speziell für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) gestartet. Die Initiative soll Entscheidungen über energetische Sanierungen vereinfachen und gleichzeitig die Kosten niedrig halten. Parallel dazu leitet die Verbraucherzentrale rechtliche Schritte ein, um für Kunden Gelder zurückzuholen, die von drastischen Preiserhöhungen zweier großer Anbieter betroffen sind.
Der maßgeschneiderte Service unterstützt WEGs bei Modernisierungsvorhaben wie Photovoltaik-Anlagen, Solarheizungen oder der Optimierung bestehender Systeme. Jede Beratung umfasst bis zu zwei Schwerpunktthemen, die die Gemeinschaft selbst auswählt. Zum Leistungspaket gehören Videogespräche, Vor-Ort-Termine, ein ausführlicher schriftlicher Bericht sowie ein Nachgespräch zur Klärung offener Fragen. Die Kosten pro WEG sind auf 80 Euro gedeckelt, wobei das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bis zu 1.000 Euro an Fördermitteln übernimmt.
Mit 1.000 Energieberatern an über 900 Standorten konnte das Programm allein 2024 bereits 230.000 Haushalten helfen. Die Anmeldung läuft online für kleine und mittlere WEGs, die Unterstützung suchen. Der Service soll komplexe Entscheidungsprozesse entflechten und klare, praxisnahe Schritte für energetische Verbesserungen aufzeigen.
Unabhängig davon hat die Verbraucherzentrale Klagen gegen E.ON und HanseWerk Natur eingereicht. Betroffen sind Kunden, die mit plötzlichen Preissprüngen konfrontiert waren und möglicherweise Anspruch auf Rückerstattungen haben. Betroffene können über spezielle Links auf der Website der Organisation prüfen, ob sie anspruchsberechtigt sind.
Das neue Beratungsangebot bietet WEGs einen kostengünstigen Weg zu energetischen Modernisierungen, gestützt durch staatliche Förderung. Die rechtlichen Schritte gegen die beiden Versorger könnten zudem zu Entschädigungen für überteuerte Kunden führen. Beide Maßnahmen spiegeln die breiteren Bemühungen wider, Haushalte in Zeiten steigender Energiekosten und komplexer Sanierungsentscheidungen zu entlasten.






