Wolfgang Niedecken: Warum sein „Zweckoptimismus“ die Zukunft prägt

Wolfgang Niedecken Bleibt Vorsichtig Optimistisch - Wolfgang Niedecken: Warum sein „Zweckoptimismus“ die Zukunft prägt
Wolfgang Niedecken, der 74-jährige Frontmann der Kölner Rockband BAP, blickt trotz wachsender geopolitischer Spannungen mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft. In einem aktuellen Interview mit der dpa in Köln sprach er über seine Gründe für Hoffnung – keine blinde Zuversicht, sondern ein Gefühl der Verantwortung gegenüber seiner Familie.
Niedecken beschreibt seine Haltung als „Zweckoptimismus“, eine pragmatische Form des Optimismus. Er räumt ein, dass viele aus seiner Generation aufgegeben hätten, während weltweit populistische Führer an Einfluss gewinnen. Doch er weigert sich, sich dem Pessimismus hinzugeben – angetrieben von dem Bedürfnis, seinen Kindern und Enkelkindern ehrlich in die Augen schauen zu können.
Für ihn verändert ihre Existenz alles. Er könne nicht einfach sagen: „Es ist vorbei“, wenn kommende Generationen von den Entscheidungen abhängen, die heute getroffen werden. Diese Verantwortung zwingt ihn, weiterzumachen – selbst wenn die Welt unsicher erscheint. Die Reflexionen des Musikers fallen in eine Zeit, in der BAP sich auf das 50-jährige Bandjubiläum 2026 vorbereitet. Eine Tour mit dem Titel „Letzte Runde“ startet bereits im November und markiert ein weiteres Kapitel der langjährigen Bandgeschichte.
Niedeckens Optimismus ist kein naiver Glaube, sondern eine bewusste Entscheidung – getroffen für diejenigen, die nach ihm kommen. Während BAP sich auf die Jubiläumstournee vorbereitet, erinnern seine Worte daran, wie persönliche Bindungen die Sicht auf die Zukunft prägen können. Die anstehenden Auftritte werden wohl sowohl das Erbe der Band als auch den ungebrochenen Willen ihres Frontmanns widerspiegeln.

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