Wolfsangriffe in Südwestfalen: Landwirte kämpfen um ihre Schafherden

Wolfsangriffe in Südwestfalen: Landwirte kämpfen um ihre Schafherden
Eine Serie mutmaßlicher Wolfsangriffe hat Landwirte in Südwestfalen in Alarmbereitschaft versetzt. Über die Weihnachtsfeiertage wurden in Neunkirchen-Wiederstein mindestens sechs Schafe getötet – die Besitzer Katharina Knetsch und Christoph Schmidt machen einen Wolf für den brutalen Übergriff verantwortlich. Die Vorfälle reiht sich in eine Kette ähnlicher Attacken in der Region ein und nährt die Sorge, dass Wildtiere zunehmend in besiedelte Gebiete vordringen.
Der erste Angriff ereignete sich in Liebenscheid, Rheinland-Pfalz, nur einen Tag vor dem Vorfall in Neunkirchen-Wiederstein. In beiden Fällen hinterließ der Räuber zerrissene Kadaver und Wollbüschel, die über den Hügel verstreut lagen. Knetsch und Schmidt, die ihre Schafe von Hand aufgezogen und ihnen sogar Namen gegeben hatten, fanden die Überreste – trotz eines elektrischen Zauns, der eigentlich ihre Herde schützen sollte.
Derselbe mutmaßliche Wolf war bereits in den Wochen vor Weihnachten in der Nähe von Neunkirchen-Wiederstein, Lennestadt (Nordrhein-Westfalen) und Lüdenscheid (Nordrhein-Westfalen) gesichtet worden. Zwar wurde keiner der Angriffe offiziell als Wolfsattacke bestätigt, doch das Muster überzeugt die Anwohner. Die Behörden haben die Identität des Räubers noch nicht zweifelsfrei geklärt, doch unter Landwirten wächst die Unruhe. Die Vorfälle haben die Debatte über den Umgang mit Wölfen neu entfacht: Einige fordern eine gezielte Bejagung, andere halten Jagd für keine dauerhafte Lösung. Die Häufigkeit der Zwischenfälle deutet darauf hin, dass Wölfe in diesen Gebieten möglicherweise dauerhaft heimisch werden.
Ohne offizielle Bestätigung bleiben die Angriffe weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Landwirte wie Knetsch und Schmidt müssen weiterhin um ihre Nutztiere fürchten, und die anhaltende Präsenz des mutmaßlichen Wolfs wirft Fragen nach einem langfristigen Miteinander auf. Bis auf Weiteres bleibt die Region in Habachtstellung – denn Sichtungen und Vorfälle halten an.

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