Gericht kippt Grundsteuer: Garten ist kein Bauland – Eigentümer sparen 86.000 **Euro**

Gericht kippt Grundsteuer: Garten ist kein Bauland – Eigentümer sparen 86.000 **Euro**
Grundstückseigentümer zahlen Grundsteuer – für das Bauland, der Garten ist: Gericht widerspricht Finanzamt
Teaser: Die Hauseigentümer leben auf einem Wohngrundstück am Rand einer Siedlung im Außenbereich. Es geht um ein angrenzendes Grundstück.
12. Dezember 2025, 13:47 Uhr
Ein langjähriger Streit um die Bewertung eines Grundstücks in Stuttgart ist zugunsten zweier Hauseigentümer entschieden worden. Das Ehepaar hatte die Einstufung des angrenzenden Grundstücks durch das Finanzamt angefochten und argumentiert, es müsse als landwirtschaftliche Fläche und nicht als baureifes Land eingestuft werden. Das Finanzgericht Düsseldorf gab den Klägern nun Recht und hob die ursprüngliche Bewertung auf.
Die Eigentümer bewohnen ein Wohnanwesen am Rand einer Siedlung. Das benachbarte, 1.020 Quadratmeter große Grundstück nutzen sie zur Haltung von Hühnern und als Grünfläche – nicht für Ackerbau oder Forstwirtschaft. Dennoch hatte das Finanzamt den Bodenwert zunächst mit 91.800 Euro angesetzt, basierend auf einem Quadratmeterpreis von 90 Euro für baureifes Land in Randlagen.
Das Urteil bestätigt, dass das Grundstück als landwirtschaftliche Fläche und nicht als Bauland zu bewerten ist. Dadurch verringert sich die Steuerlast der Eigentümer von 91.800 Euro auf nur noch 5.610 Euro. Die Entscheidung könnte zudem richtungsweisend für künftige Fälle sein, in denen es um ähnliche Streitigkeiten zur Grundstücksklassifizierung geht.

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