NRW-Schulen: Warum die Digitalisierung im Chaos versinkt und Lehrkräfte die Zeche zahlen

Admin User
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Schüler in Schuluniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, während ein Mädchen in ein Mikrofon auf einem Ständer spricht; dahinter ist eine Umzäunung mit einem Dach, das mit Luftballons geschmückt ist.

NRW-Schulen: Warum die Digitalisierung im Chaos versinkt und Lehrkräfte die Zeche zahlen

Digitalisierung an Schulen in Nordrhein-Westfalen: Ein Teufelskreis aus Verzögerungen und Chaos

Die Digitalisierung der Schulen in Nordrhein-Westfalen steckt weiterhin in einer Spirale aus Verzögerungen und Unklarheiten fest. Trotz jahrelanger Bemühungen behindern unklare Zuständigkeiten und knappe Budgets den Fortschritt. Lehrerinnen und Lehrer, die ohnehin schon am Limit arbeiten, springen oft als improvisierte IT-Supportkräfte ein.

Die Probleme begannen 2008, als die vor-Ort-IT-Betreuung von zentralen Anbietern auf die Schulen und Lehrkräfte verlagert wurde. Diese Umstellung überforderte viele Pädagoginnen und Pädagogen, die weder die Zeit noch das Fachwissen für technische Problemlösungen hatten. Statt professioneller Unterstützung wurden technikaffine Lehrkräfte damit beauftragt, IT-Störungen zu beheben – eine zusätzliche Belastung in ihrem ohnehin vollen Arbeitsalltag.

Vor dieser Reform setzten die Kommunen auf eigene IT-Dienstleister. Doch diese Teams kümmerten sich vor allem um Verwaltungsnetzwerke, nicht um die Bedürfnisse der Schulen. Die Umstellung hinterließ eine Lücke, die nie richtig geschlossen wurde. Heute ist das System durch überlappende und undurchsichtige Verantwortlichkeiten blockiert. Schulen, Ausrüster, regionale Rechenzentren und lokale Behörden agieren nach unterschiedlichen Verträgen und Strategien. Keine Instanz hat die volle Übersicht, was zu Ineffizienz und Ressourcenverschwendung führt. Dorothee Feller, seit 2022 Ministerin für Schule und Bildung des Landes, trägt die Verantwortung für die Digitalisierung – doch die Aufgabenverteilung zwischen Land und Kommunen bleibt unklar. Enge Budgets und fehlendes Know-how bremsen den Fortschritt zusätzlich aus. Viele Kommunen scheitern daran, kohärente Netzwerkstrategien zu entwickeln oder die notwendigen Mittel für Modernisierungen zu beschaffen. Ohne klare Führung und ausreichende Ressourcen warten Schulen vergeblich auf Verbesserungen.

Das aktuelle System belastet Lehrkräfte mit IT-Aufgaben, für die sie nie ausgebildet wurden. Solange die Zuständigkeiten nicht klar geregelt, die Finanzierung nicht gesichert und eine einheitliche Strategie fehlt, wird die Digitalisierung der Schulen weiter hinterherhinken. Das Ergebnis ist ein Flickwerk aus halbherzigen Lösungen – zum Nachteil von Lehrenden und Lernenden gleichermaßen.

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